Ausgezeichnet als Hörbuch des Jahres 2014

Ans Ende kommen
Dieter Wellershoff erzählt über Altern und Sterben

Konzeption und Regie: Thomas Böhm & Klaus Sander
Erzähler: Dieter Wellershoff
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt und Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2014

Audio-CD, 66 Minuten
ISBN 978-3-86385-009-8
Euro 18,00

Bayern 2-JahresFavorit (Dezember 2014)
Buch des Monats, Kulturzentrum der Aktion Lebensqualität (Dezember2014)
Buch der Woche, Deutschlandfunk Büchermarkt (November 2014)
Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste (Juli 2014)
Hörbuch der Woche, B5 aktuell (Juni 2014)
Bayern 2-Favorit (Juni 2014)
Hörbuch der Woche, WDR 5 (Juni 2014)

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Im Rückgriff auf prägende Momente seiner Biografie denkt Dieter Wellershoff über das Altern als lebenslangen Prozess nach. Erfahrungen der Scham und der Angst nicht aussparend, formuliert er Bedürfnisse und Ansichten eines alten Menschen. In seiner kompromisslosen Art befasst sich der 88-jährige schließlich mit Gedanken an den eigenen Tod.
Die in Wellershoff Privatwohnung entstandenen Aufnahmen sind zugleich erzählte Lebenserfahrung, Dokument eines Austausches zwischen den Generationen, wie auch Ausdruck des Sprechens und Zuhörens als Feier des Lebens.

Inhalt:

01 Älter werden
02 Erwachsen
03 Entthront
04 Bringschuld
05 Das Sterben ringsum
06 Zufällig leben
07 Ein anderes Bild
08 Zuschauer für kleine Kinder
09 Hintergründe
10 Davonschweben
11 Einen Platz haben

Dieter Wellershoff, geboren 1925, Schriftsteller.

Stimmen der Kritik:

"Mit seinen 88 Jahren weiß Dieter Wellershoff was alt sein bedeutet und er weiß auch, wie wenig dieser Zustand mit dem übereinstimmt, was er als junger Mensch bei anderen beobachtet zu haben meinte. Damals galt alt werden als erstrebenswert, im Sinne von älter und damit freier, selbständiger und unabhängiger. Heute, im Rückblick weiß er, dass das Alter aus einem Widerspruch besteht: Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein. Der Jugendwahn unserer eindimensionalen Leistungsgesellschaft hat dazu geführt, dass man alte Werte gerne über Bord wirft, wenn sie nicht mehr produktionssteigernd sind. Man betrachtet das Alter nicht mehr mit respektvoller Bewunderung, sondern abfällig, sieht bestenfalls noch darüber hinweg. Für die Weisheit der Alten gibt es keinen Bedarf mehr. Dieter Wellershoff klingt nicht larmoyant, vom Jammern über die Gebrechen des Alters ist er weit entfernt. In dieser langen, freien Erzählung findet er Bilder, die Würde und Verfall zusammenbringen. Indem Wellershoff hier frei erzählt, behutsam gelenkt und angeregt durch Klaus Sander und Thomas Böhm, ist sein Nachdenken über Altern und Sterben nicht von Verzweiflung, sondern von lebendiger Reflexion getragen."
(Ulrich Sonnenschein, hr2 Kulturfrühstück, 30. Mai 2014)

"Wieder eines dieser wunderbaren Hörbücher aus der Rubrik ?Erzähltes Wissen‘: Eine Stunde Monolog, die anrührt, Erkenntnisgewinn bringt, Neugierig macht. Ein Gespräch, wie es zu führen wäre in manchem familiären Zusammenhang. Auch aus dieser Stellvertreter-Position bezieht das Hörbuch seine Brisanz."
(Tobias Barth, MDR Figaro, 3. Juni 2014)

"Die Ehrlichkeit und Offenheit Wellershoffs ist es, die dieses Hörbuch zum Ereignis macht."
(Knut Cordsen, Bayern 2 Diwan, 7. Juni 2014)

"Ein sehr kluges, intimes, beeindruckendes Tondokument."
(Christian Kosfeld, WDR 5 Bücher, 14. Juni 2014)

"Ein faszinierendes Hörbuch, das zu Diskussionen und eigenen Gedanken anregt."
(hr2-Hörbuchbestenliste Juli 2014)

"Wie im Gespräch kommt man sich vor, während man Dieter Wellershoff zuhört. Natürlich ist es ein Monolog, weil nur er spricht, aber an seiner Stimme spürt man, dass er ein Gegenüber hat. Auch wenn die Aufnahmen Studioqualität haben, so transportieren sie doch eine Atmosphäre der Privatheit. Es ist beeindruckend, wie nüchtern und unpathetisch Wellershoff auf Alter und Sterben blickt. Dabei blendet er die Gefühle nicht aus und verschweigt auch nicht die Angst die hochkommt, wenn er Weggefährten sieht, die dement werden oder leiden. Zugleich jedoch spürt man, wie er dennoch die eigene Vitalität genießen kann."
(Christel Wester, WDR 3 Mosaik, 9. Juli 2014)

"Sollten Sie mit dem Auto in die Ferien fahren, dann sollten natürlich auch ein paar Hörbücher an Bord sein. Uns gefallen besonders gut die Ideen aus dem Hause supposé. Die laden am liebsten Autoren ein, machen es sich mit ihnen gemütlich und lassen sich das Leben (im Wortsinn) erzählen. Die jüngste Hervorbringung dieser Art: Dieter Wellershoff. Er sprach mit Klaus Sander und Thomas Böhm über das Altern als lebenslangen Prozess. Und landete sofort auf den Bestenlisten."
(Silke Behl, Nordwestradio, 13. Juli 2014)

"Hier spricht einer, der 1945 die vollständige ideelle und materielle Zerstörung Deutschlands am eigenen Leib er- und überlebt hat. Danach war er wie viele seiner Altersgenossen ausgenüchtert, für immer immun gegen Heilsversprechungen. Wellershoff ist einer der letzten dieser 'skeptischen Generation', die sich von nichts mehr überwältigen lassen will, auch nicht vom Tod. In diesem Sinne sind seine Reflexionen übers Altern und Sterben auch ein großes Generationenporträt."
(Claus-Ulrich Bielefeld, Die Welt, 19. Juli 2014)

"Ist das Altern ein Weniger- oder ein Mehrwerden? Ein Verlust an Kompetenz oder eine Erfahrung des Sammelns? Dieter Wellershoff spricht über das ihm selbst nun näher gerückte Sterben - und zwar vom Leben her."
(Katharina Teutsch, Philosophie Magazin, August/September 2014)

"Es ist die Klarsicht und Ehrlichkeit, die an Wellershoffs Äußerungen fesseln. Er überzeugt durch die Gelassenheit, mit der er das Unvermeidliche in den Blick nimmt."
(Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Juli 2014)

"Welche Altersweisheit, welche Altersmilde hier spricht! Ganz unaufgeregt redet Wellershoff über die letzten Dinge, denen sich jeder Mensch über kurz oder lang stellen muss. Nichts unterbricht den Fluss dieser klugen Gedanken, da auf der CD keine Fragen zu hören sind. Es ist ein kluger, ja philosophischer Monolog des Schriftstellers. In vielem erscheint Wellershoff als Wiedergänger Michel de Montaignes, der sich vor vier Jahrhunderten in seinen ?Essais’ ähnlich trostspendend über das Altern und das Sterben geäußert hat. Wenn diese auf CD gebannte Auskünfte etwas verdienen, dann aufmerksame Zuhörer - und das Prädikat ?Besonders wertvoll‘!"
(Kai Agthe, Mitteldeutsche Zeitung, 31. Juli 2014)

"Wenn Dieter Wellershoff ungemein dicht von seinen Einsichten spricht, für die er in keiner Weise Absolutheit reklamiert, dürfen wir Jüngere ein grosses Geschenk geniessen."
(Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung, 3. Oktober 2014)

"Wellershoff ist ein sehr genauer Beobachter, auch dessen, was wir verdrängen."
(Gert Scobel, ZDF Sonntags, 2. November 2014)

"Dieter Wellershoffs Blick auf die existentiellen Fragen des Lebens ist frei von Verklärung und metaphysischen Spekulationen, Heilvorstellungen und Religion. Auch rettet er sich nicht in literarische Anspielungen, wenn er über das Älterwerden und den immer näher an die eigene Person rückenden Tod nachdenkt. Was viele nur denken, Dieter Wellershoff spricht es aus."
(Hajo Steinert, Deutschlandfunk Büchermarkt, 2. November 2014)

"Es ist selten, in der gegenwärtigen Diskussion eine Stimme zu hören, die in gleicher Weise authentisch wie literarisch und, was die Analyse des Themas angeht, glasklar ist. Ans Ende kommen ist eine harte, ehrliche Auseinandersetzung mit einem Thema, das die meisten von uns weit von sich weg halten. Dass sie nie in die verzwickte Lage kommen werden, genauer hinzuschauen und dem ins Auge zu sehen, was sich in und mit ihnen ereignet. Das aber tut Wellershoff, und es ist ein Glücksgriff. Daher mein Tipp: Ein wichtiges, sehr wichtiges Dokument für alle, die sich mit Tod und Sterben auseinandersetzen wollen. Man muss dieses Buch nicht einmal lesen, man muss nur zuhören. Kein Jammern, kein Klagen: Aber ein zugewandter, offener, freier Blick auf das, was kommt. Ein kluges Dokument, das Herz und Verstand gleichermaßen anspricht."
(Gert Scobel, 3sat scobel, 6. November 2014)

"Jeder sollte sich diesen faszinierenden Monolog anhören."
(Harry Nutt, Berliner Zeitung, 14. November 2014)

"Das ungewöhnliche Hörbuch, ein bewegendes, lebenskluges, sehr unaufgeregtes Nachdenken, trägt den Titel Ans Ende kommen - und es ist nun von der Fachjury des Senders HR2, die jeden Monat eine Empfehlungsliste der besten deutschen Hörbücher erstellt, zum Hörbuch des Jahres 2014 gekürt worden. Die Auszeichnung gilt Wellershoffs bedächtigen Gedankengängen zu Leben und Sterben, zum Segen und Fluch des Alters. Aber sie gilt auch dem supposé Verlag, der diese Art von freier, assoziativer Erzählung zu einem eigenen Genre der Literatur gemacht hat. supposé-Macher Klaus Sander, der zusammen mit Thomas Böhm Dieter Wellershoffs Überlegungen durch Fragen (die wie immer nicht zu hören sind) begleitete, hat schon einige Juwelen produziert. So etwa mit dem 2013 gestorbenen Autor Peter Kurzeck, für den diese Erzählform wie geschaffen war. Wer Dieter Wellershoff zuhört, fühlt sich tatsächlich wie ein Besucher, der einem tastenden, ehrlichen Erkunden beiwohnt."
(Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine, 28. November 2014)

"Was an diesem Hörstück so fasziniert: dass es so direkt ist und dass sich hier jemand offenlegt, dabei brillante Ideen hat, einfach wie brillant - ein Hörbuch für alle Generationen."
(Hauke Hückstädt, hr2 Hörbuchzeit, 29. November 2014)

"Arbeitsdienst, Militärdienst, Verwundung und Kriegsgefangenschaft liegen hinter ihm; nun spricht ein wahrhaft reifer Mensch ohne Manuskript einen Monolog über die Kristallisationspunkte im Leben eines 88-Jährigen. Wenn wir ihmzuhören, hören wir einen überraschend vitalen Erzähler, der zugleich ein Philosoph des Stoizismus zu sein scheint."
(Kulturzentrum der Aktion Lebensqualität, Dezember 2014)

"Dieter Wellershoff philosophiert auf dieser wunderbaren CD darüber, was im hohen Alter zählt."
(Ulrich Gutmair, taz, 6. Dezember 2014)

"Wellershoff registriert und analysiert, was um ihn herum geschieht und was mit ihm selbst passiert. Er erzählt, ohne etwas schönzureden. In einer Sprache fern jeglichen Pathos und gerade darum sehr eindringlich. Man wird mit existenziellen Fragen konfrontiert und ist nach 66 Minuten trotzdem nicht betrübt, sondern bereichert."
(Urs Tremp, CURAVIVA Schweiz, 12/2014)

"Wie alle Hörbücher von supposé nicht gelesen, sondern frei gesprochen, exzellent geschnitten, superb gestaltet. Keine Jammer-Geschichte, sondern eine unsentimentale, kluge, lebendige Erzählung für die, denen das Löffelabgeben näher rückt, also alle."
(Gisela Trams, Culturmag, 20. Dezember 2014)

"Frohlocket: Dieter Wellershoff erzählt vom Altwerden. Eine Stunde hört man seiner sonoren, beneidenswert kräftigen Stimme zu - es ist eine nachdenkliche, gar nicht weinerliche Meditation über die letzten Jahre des Lebens. So etwas Weises, Reflektiertes, Intimes, dabei gar nicht Exhibitionistisches wie diese eindrucksvolle mündliche Erzählung hat man über Ende und Tod lange nicht mehr vernommen. Völlig zu Recht wurde sie soeben als Hörbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet. Hört hin - auf, preiset die letzten Tage."
(Alexander Cammann, DIE ZEIT, 23. Dezember 2014)

"Die bei supposé erscheinenden Hörbücher folgen einem ganz besonderen Prinzip: Der Sprecher erzählt frei, ohne vorgefertigtes Manuskript, und die Fragen des Interviewers werden herausgeschnitten. Das kann zu erstaunlichen, sehr beeindruckenden Ergebnissen führen, so auch bei diesem Beispiel: Dieter Wellershoff berichtet von prägenden Kriegserlebnissen, von der Angst vor dem Tod und fordert mehr Würde für das Alter, zugleich spürt man auch die Gelassenheit desjenigen, der ein volles Leben gelebt hat."
(Jörn Pinnow, literaturkurier, 8. Januar 2015)

"Vermutlich geht es allen, die dieser CD zugehört haben, wie mir: Man hört sie sich sogleich ein zweites oder drittes Mal an - und jedesmal entdeckt man etwas Neues!"
(Ingeborg Gollwitzer, Literaturkurier.net, 12. Januar 2015)

"Dieter Wellershoff erzählt in der ausgezeichneten Reihe der supposé-Hörbücher, warum das Alter neben der 'Verwüstung' des Körpers ebenso ein Mehr-Werden wie ein Weniger-Werden ist. Er geht von eigenen Erfahrungen aus und abstrahiert souverän davon."
(Jens Dirksen, WAZ, 19. Januar 2015)

"Diese Produktion hat mal wieder einen Sturm der Begeisterung bei den Kritikern ausgelöst. Zu Recht, denn vor den Ohren tut sich buchstäblich die ganze Person auf."
(Gesa Ufer, radioeins, 1. Februar 2015)

"Mit Nachdruck empfohlen."
(Ronald Schneider, ekz bibliotheksservice, 2. März 2015)

"In einer Art abgeklärten Staunens erzählt Wellershoff vom lebenslangen Älterwerden, vom Alter, vom Sterben. Seine sonore Stimme, leicht rheinisch fermentiert, trägt das, was er 'wasserdichte Identität' nennt. Unser aller zufälliges Leben als Bedrohung und Versprechen."
(Arndt Wiebus, WAZ, 25. April 2015)

"Wellershoff antwortet auf unhörbare Fragen, lässt seine Gedanken schweifen und ringt um treffende Formulierungen. Wie in einem vertrauten Gespräch erzählt er dem Hörer dieser CD von seinem Vater, von den ihn prägenden Kriegserlebnissen, von seinen Studentenjahren, von seiner Ehe - und vor allem eben von der Allgegenwärtigkeit des Todes im Alltag eines alten Mannes. Das sofort auf die Bestenlisten gesetzte Hörbuch wird nicht nur für die Fans des Autors ein beglückender Fund sein, sondern wird für alle, die sich mit dem Thema Altern und Sterben auseinandersetzen, ein bereicherndes Hörerlebnis sein."
(Dr. Ronald Schneider, Rheinische Post, 27. April 2015)

"Die Stimme von der CD-Box Schau dir das an, das ist der Krieg ist auf der CD Ans Ende kommen (2014) wieder aufgetaucht. Nun erzählt sie - wiederum ohne Manuskript - vom Älterwerden und von der Annäherung an den Tod. Der Himmel ist für sie kein Ort, das Überleben nach wie vor der Kern der eigenen Existenz."
(Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 2. November 2015)

"Wagnisse geht Dieter Wellershoff bis ins hohe Alter ein. Voriges Jahr erschien ein Hörbuch, für das er ohne Manuskript als Erzähler und Essayist sehr persönlich, doch immer auch mit Blick auf die Gesellschaft über Alter und Sterben sprach. Er besitzt ein ausgeprägtes Gespür für die existenziellen Bedingungen des Menschseins und psychische Vorgänge."
(Christel Wester, WDR 3 Mosaik, 3. November 2015)

"Die deutsche Literatur hat Dieter Wellershoff nicht nur schreibend geprägt, sondern auch als Lektor des Verlags Kiepenheuer & Witsch, wo er bedeutende Autoren aufbaute und kritisch begleitete. Doch auch die mündliche Form des Erzählens beherrscht Dieter Wellershoff, davon zeugen zwei eindrucksvolle CD-Produktionen, in denen der Kölner Schriftsteller von seinen Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs und über Alter und Sterben spricht."
(WDR 5 Scala, 3. November 2015)

"Der Erzähler spricht frei, aber sorgfältig strukturiert und schafft es auf diese Weise leicht, den Leser und die Leserin zu fesseln. Es sind keine weltabgewandten Gedanken zum Sterben, vielmehr wird klar, dass Sterben eben immer auch zum Leben gehört."
(Barbara Stammler, NOVAcura - Fachmagazin für Pflege und Betreuung, 8/15)

"Als würde er im Sessel gegenüber sitzen, plaudert der 88-jährige Dieter Wellershoff mit uns als Hörern am Lautsprecher übers Leben und Altsein. Daraus entsteht eine Unmittelbarkeit, die in den Bann zieht und über mehr als eine Stunde entspannt-engagiert dabeisein lässt."
(Angelika Trilling, Psychotherapie im Alter, Nr. 4, 2015)