Paul Feyerabend
Wissenschaftstheoretische Plaudereien
Originaltonaufnahmen 1971-1992
Herausgegeben von Klaus Sander
Produktion: supposé 2000

Audio-CD, 60 Minuten
Booklet, 24 Seiten
ISBN 3-932513-15-0
vergriffen

"Ein freier Mensch hat immer Zeit und Muße für interessante Plaudereien. Wie auch wir in unserem Schlußgespräch schreitet auch er von einem Argument zum nächsten fort und läßt es dazwischen an mehr oder weniger guten Scherzen nicht fehlen. Wie auch wir läßt er ein altes Argument fallen und beginnt ein neues, wenn dieses sein Interesse in größerem Maße anzieht. Und es macht ihm nichts aus, ob die Plauderei nun lang ist oder kurz, geradlinig oder gewunden, persönlich oder 'objektiv'..." (Paul Feyerabend frei nach Plato, Theaitetos)

Paul Feyerabend (1924-1994) gehört zu den einflußreichsten Wissenschaftsphilosophen des 20. Jahrhunderts. Sein 1975 erschienenes Buch Against Method (dt. Wider den Methodenzwang) machte ihn weit über den Kreis der akademischen Welt hinaus bekannt. In diesen wenigen noch erhaltenen Tondokumenten zündet Feyerabend ein Feuerwerk brillanter Ideen, illuminiert die farblosen Denkland-schaften - ein Provokateur gegen die absolutistische Wissenschaft und mit Offenbarungsgewalt selbst noch im Privaten: "Ich bin ein etwas respektloser Dilettant auf vielen Gebieten, dem es gelungen ist, sich in die heiligen Hallen der Universitäten einzuschleichen und an den Segnungen teilzunehmen, vor allem an den hohen Gehältern. Als ein solcher Dilettant gebe ich nun meine Meinung ab..."


CD:
Verlassen kann man sich auf nichts (Kassel 1977)
Wie schützt man sich vor Erkenntnis? (Frankfurt am Main 1977)
Aufbau einer pluralistischen Gesellschaft (San Francisco 1971)
Anything goes (Trento 1992)

Booklet:
Selbstinterview (Rom 1990)

Stimmen der Kritik:

"Mindestens genauso wichtig wie die inhaltliche Seite der Performance ist der Feyerabend-Sound, sein rapider Sprech=Denkduktus und seine charismatische Prägnanz, deren Zugleich von manischem Monologismus und einladender, befreiender Kommunikativität im philosophischen Diskurs der Tonaufzeichnungsära ihresgleichen suchen dürfte..." (Johannes Ullmaier, Testcard)

"The value of the CD consists in transporting an impression of Feyerabend's charisma as a lecturer. Feyerabend first attempted a career on the theatre stage: as an actor and an opera singer. This career had to be aborted because of his failing health. In its natural limitations he CD transports a good sense in which Feyerabend remained a gifted performer after he had moved to the academic stage..." (Monika Kirloskar-Steinbach, Erkenntnis - an international journal of analytic philosophy, vol. 58, no. 1, january 2003)