Für immer
Peter Kurzeck erzählt sein Schreiben

Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Peter Kurzeck
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt und Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2016

Audio-CD, 71 Minuten
ISBN 978-3-86385-014-2
EUR 18,00

Ausgezeichnet von der hr2-Hörbuchbestenliste (Januar 2017)
Ausgezeichnet von der hr2-Hörbuchbestenliste (Dezember 2016)
Bayern 2-Favorit (November 2016)
Hörbuch der Woche, B5 aktuell (November 2016)

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Die vorliegenden Aufnahmen entstanden im April 2007 in der Küche einer leerstehenden Altbauwohnung in Köln. Sie stammen aus dem gleichen Interview, sind Teil des Materials, aus dem auch "Ein Sommer, der bleibt" montiert wurde. Bevor Peter Kurzeck mir "das Dorf seiner Kindheit" erzählte, fragte ich ihn nach seinem gegenwärtigen Schreiballtag in seiner Wahlheimat Uzès, der kleinen Stadt im Süden Frankreichs, in der er seit vielen Jahren lebte, ohne wirklich Französisch zu sprechen; nach den Anfängen seines Schreibens, dem Schreiben unter Alkoholeinfluss, der Motivation zu schreiben und immer weiter zu schreiben, seinem Schreibdrang und Schreibzwang, nach Erinnern und Vergänglichkeit. Solange man erzählt, stirbt man nicht.

Inhalt:
01 Und einmal 1:35
02 In Uzès (I) 10:34
03 In Uzès (II) 4:05
04 Schreiben 4:12
05 Ein Sommer in Wien 3:24
06 Ab jetzt 9:47
07 Nichts vergessen 13:17
08 Die Welt erzählen 6:38
09 In Uzès (III) 8:35
10 In Uzès (IV) 7:57

 

Stimmen der Kritik:

"Wohl jeder, der die Stimme des Schriftstellers zum ersten Mal hört, wird ihr rettungslos anheimfallen: ihrer Wärme, der sympathischen Versponnenheit und gänzlichen Vorbehaltlosigkeit, die aus ihr spricht."
(Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung, 18. Oktober 2016)

"Es ist ein Genuß, Peter Kurzeck erzählen zu hören."
(Sinn und Form, 25. Oktober 2016)

"Langsam und vorsichtig tastend, nähert sich Peter Kurzeck seinen Gegenständen an, umkreist sie, und je länger man ihm zuhört, umso mehr gerät man in eine Art Bann, merkt, dass dieses Erzählen so langsam und vorsichtig gar nicht vonstattengeht, sondern dass im Gegenteil ungeheuer viel auf dieser einen CD erzählt wird. Ein riesiger Bogen spannt sich so zu einem faszinierenden Hörerlebnis - über die schlafenden Dohlen in Uzès, die Frage, ob es nun Schmand oder saure Sahne heißt oder jenen Tag des Jahres 1971, als er beim Aufwachen beschloss, nicht mehr als Personalchef zu arbeiten, sondern fortan nur noch zu schreiben."
(Tobias Lehmkuhl, Deutschlandradio Kultur, Lesart, 31. Oktober 2016)

"Auf der Aufnahme lässt ein erzählter Tag ein ganzes Schreibkönigreich entstehen. Umso erstaunlicher, dass für Kurzeck lange unklar war, ob er sich ganz dem Schreiben oder dem Malen widmen sollte. Ein Glück, dass er sich fürs Erzählen entschieden hat, das ihm als größere Herausforderung erschien und alle Hingabe wert war."
(Beate Tröger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. November 2016)

"Wieder zieht der Sog von Kurzecks sympathisch-sanfter Stimme einen hinein in diesen Kosmos der Erinnerungskunst. Die Unbedingtheit seines Schreibdrangs und Schreibzwangs überwältigt."
(Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine, 9. November 2016)

"Das ist wohl die schönste Poetikvorlesung, die man posthum halten kann."
(Knut Cordsen, B5 aktuell, 11. November 2016)

"Der begnadete Erzähler Peter Kurzeck nimmt uns noch einmal mit in seine Welt - diese Welt, von der er schon als Kind dachte, er müsse auf sie aufpassen; hellhörig alles registrieren und akkurat memorieren, was in ihr vorgeht; seine Sinneseindrücke so in Worte fassen, dass diese verschwindende Welt wiederaufersteht vor einem."
(Knut Cordsen, Bayern 2 Diwan, 12. November 2016)

"Wir können sie wieder hören: die leicht knarrende Stimme, das beständige 'eigentlich' und die behutsam wandernde Erzählhaltung, die keine Ruhe zu finden scheint."
(Ulrich Sonnenschein, hr2-Kulturfrühstück, 18. November 2016)

"An keiner Stelle langatmig, in keiner Sekunde eitle Selbstbespiegelung eines Literaten, sondern notwendige, höchst feinsinnige Reflexion des eigenen Tuns. Kaum sonst jemandem, dem man so ergeben lauschen könnte."
(Bernd Berke, Revierpassagen, 18. November 2016)

"Peter Kurzeck, vor drei Jahren gestorben, war ein zarter, eigenwilliger Romanautor. Aber er war vor allem ein Meister der Mündlichkeit, einzigartig als Erzähler ohne Manuskript. Seine CDs wurden geliebt; dass es zu Ende schien mit ihnen, schmerzte. Nun also doch noch die Freude einer neuen. Frisch und weich, wie gestern aufgenommen klingen die Episoden, alle erzählen Neues, nichts Abgebrochenes stört. Welch ein Genuss für den Zuhörer! Ein Geschenk für die Stillen ist diese CD, eine Wohltat für Ohren und Herz."
(Gisela Trahms, Die Welt, 26. November 2016)

"Dokument großer Erzählkunst"
(hr2-Hörbuchbestenliste, Dezember 2016)

"Freie Erzählung: unnachahmlich vom unvergessenen Peter Kurzeck."
(hr2-kultur, Geschenketipps der Hörbuch-Redaktion)

"Eine Spezialität von Peter Kurzeck war, Erlebtes, Wahrgenommenes, Beobachtetes so detailliert wie möglich zu erzählen und eben nicht den Akzent auf einen großen Handlungsbogen mit viel Aktion zu legen. Er beherrschte das freie Erzählen meisterhaft."
(Martin Maria Schwarz, hr2-kultur Hörbuchzeit, 3. Dezember 2016)

"Ich bin ein ganz, ganz großer Fan von diesen Hörbüchern, wo Peter Kurzeck frei erzählt. Ich finde, er macht das absolut genial. Erstens liegt das an seinen unglaublich genauen Erinnerungen, dann erzählt er auch sehr, sehr farbig, sehr engagiert, und diese freien Erzählungen transportieren für mich unglaublich viel Emotionen und Stimmungen. Also, ich könnte ihm stundenlang zuhören."
(Dorothee Meyer-Kahrweg, hr2-kultur Hörbuchzeit, 3. Dezember 2016)

"Diese CD ist ein Fest des gesprochenen Wortes. Unbedingt hören!"
(Die Proust-Weihnachtstipps, Buchhandlung proust wörter + töne, Essen)

"Kurzecks Intensität fasziniert auch in diesen nachgelassenen Aufnahmen. Dem suggestiven, eindringlich reflektierenden Ton seiner Stimme wohnt tatsächlich ein besonderer Zauber inne. Sofort steht einem alles bildhaft vor Augen, der Straßenkehrer, die alten Häuser, das Taubengurren am frühen Morgen."
(Alexander Cammann, DIE ZEIT, 5. Januar 2017)

"Ein Fest des Erinnerns und Erzählens."
(Christoph Schröder, ZEIT ONLINE, 5. Januar 2017)

"Und wieder ein Hörereignis: In seiner wunderbar weitschweifenden Art lässt Kurzeck den Zuhörer gebannt lauschen."
(Marina Büttner, literaturleuchtet, 13. Januar 2017)

"Das Interview aus dem Jahr 2007 bietet die Chance, die Poetik Kurzecks auf ganz unangestrengte und unterhaltsame Art kennenzulernen."
(Ronald Schneider, ekz bibliotheksservice, 23. Januar 2017)