Hörprobe

Bionik - Was ist das? Was kann das? Was soll das?
mit Werner Nachtigall
Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Werner Nachtigall
Aufnahme und Schnitt: Anja Theismann
Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2006

Audio-CD, 68 Minuten
ISBN-10: 3-932513-72-X
ISBN-13: 978-3-932513-72-5
Euro 18,00

BESTELLUNG

Inhalt:

Bionik - Was ist das?
1 Technische Biologie und Bionik
2 Die Natur liefert keine Blaupause
3 Leonardo da Vinci, der erste Bioniker
4 Haifischschuppen, ein modernes Beispiel
5 Definition

Eine kurze Geschichte der Bionik
6 Stahlbeton
7 Stacheldraht
8 Schwingungsboote
9 Salzstreuer
10 Klettverschluss

Bionik heute
11 Unterwasserrümpfe
12 Lotus-Effekt
13 Eselspinguin und Kofferfisch
14 Antifouling und Unterwasserkleber
15 Gecko und Wasserkäfer: Trocken- und Nasshaftung
16 Robotik nach Insekten-Vorbild
17 Sinnesorgane, Fliegenauge
18 Nanostrukturen
19 Das Rad in der Natur: Bakteriengeißel

Zukunftsprojekte der Bionik
20 Künstliche Photosynthese
21 Umgang mit komplexen Systeme
22 Oberflächen
23 Mikro- und Nanotechnologie
24 Baubionik

Bionik als Sichtweise
25 Naturnahes Konstruieren
26 Grundprinzipien für bionisches Design
27 Bionische Kenntnis und Moral

Zusammenarbeit von Biologie und Technik
28 Bionik als Werkzeug
29 Analogieforschung
30 Form und Funktion
31 Grundlagenforschung und angewandte Forschung
32 Schnittstelle zwischen Natur und Technik

Ausblick
33 "Vorwärts" zur Natur

Prof. em. Dr. Werner Nachtigall, geboren 1934, ist ein Pionier der Bionik-Forschung und war von 1969 bis 2002 Ordinarius für Zoologie am Zoologischen Institut der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Stimmen der Kritik:

"Von Geckos, Heuschrecken und Lotusblumen lernen: Werner Nachtigall erklärt Bionik, jenen Wissenschaftszweig, der natürliche Baupläne in die Technik überträgt. Er erläutert Geschichte und Zukunft und wie Bionik die wissenschaftliche Moral beeinflusst. Dank unzähliger Beispiele sind seine Ausführungen verständlich und nie langweilig. Es ist, als würde Nachtigall im Wohnzimmer des Zuhörers gemütlich vor dem Kamin sitzen. In aller Ruhe erklärt er alles, was man wissen muss, wenn man bei diesem Thema mitreden will." (ZEIT Wissen)

"Das Bessere ist der Feind des Guten. In der belebten Natur hat dieser Grundsatz zu optimalen Anpassungen geführt. Zu den weithin bekannten Beispielen dafür zählen die Haifischhaut, die dem vorbeiströmenden Wasser besonders wenig Widerstand entgegenbringt, und der bei Pflanzen beobachtete Lotus-Effekt, der für das Abperlen von Flüssigkeiten sorgt. Das Bemühen, bei der Konstruktion technischer Gegenstände auf natürliche Vorbilder zurückzugreifen, hat zu einer eigenen wissenschaftlichen Disziplin geführt - zur Bionik. Zu deren Wegbereitern in Deutschland gehört zweifelsohne Werner Nachtigall. Ausgehend von der Bemerkung Max Plancks, vor dem Umsetzen stehe das Erforschen, beschreibt Nachtigall verschiedene biologische Phänomene und deren Anwendung in der Technik. Es geht dabei unter anderem um Schiffsrümpfe, für die Wasserkäfer Pate standen, um Haftstrukturen, die denen von Geckofüßen nachempfunden wurden, und um Robotik nach dem Vorbild von Insekten..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Nachtigall, ein geborener Erzähler, schlägt einen weiten Bogen, von Leonardo da Vinci bis in die Gegenwart. Wussten Sie, dass Mohnkapseln Vorbild waren bei der Erfindung des Salzstreuers? Dass es ein Botaniker war, der den Stahlbeton erfand, weil er die Struktur von Grashalmen studierte und daraus seine Schlüsse zog? Dass Stacheldraht der Natur abgeguckt ist, dornigen Hecken nämlich? All dies erfährt man auf dieser feinen CD, die lauter Beispiele versammelt, anhand deren man sich bestens vorstellen kann, was Bionik ist. Durch die genaue Beobachtung eines Geckos, der an der Decke laufen kann ohne herunter zu fallen, hat man etwa wichtige Erkenntnisse über das Prinzip der Trockenhaftung ziehen können. Eselspinguine sind mit ihren unheimlich geringen Widerstandsbeiwerten beim Tauchen im Wasser von immenser Bedeutung für Strömungsmechaniker, die Autos entwerfen, und als man die Selbstreinigungskraft der Lotusblume erfasst hatte, entwickelte man Schmutz abweisende Fassadenfarbe. Eine Lust dem zuzuhören. Eine wunderbare supposé-CD." (Knut Cordsen, Bayern 2 Radio, Hörbuch-Magazin)

"Vielleicht haben Sie ja schon davon gehört, dass es Schwimmanzüge mit Haihautstruktur und selbstreinigende Fassadenfarben nach dem Vorbild von Lotusblättern gibt. Aber wussten Sie auch, dass der Kofferfisch Pate für ein Auto stand? Oder dass lästige Kletten, die sich im Fell seines Hundes verhakten, den Schweizer Ingenieur Georges de Mestral dazu veranlassten, den Klettverschluss zu erfinden? Auf der CD führt der Bionik-Pionier Werner Nachtigall mit angenehmer Stimme durch die Geschichte der Bionik - von Leonardo da Vinci bis hin zu den Zukunftsprojekten dieses Wissenschaftszweiges wie die künstliche Photosynthese. Anhand zahlreicher Beispiele macht der emeritierte Professor für Zoologie, der an der Universität des Saarlandes lehrte, begreifbar, worum es in der Bionik geht. Die Disziplin, deren Name sich aus Biologie und Technik zusammensetzt, beschäftigt sich nicht etwa mit dem reinen Abkupfern der Natur. Vielmehr versuchen die Bioniker, natürliche Prinzipien auf technische Anwendungen zu übertragen. Dabei lassen sie sich von Meisterleistungen der Evolution inspirieren, zum Beispiel von Geckos, die scheinbar mühelos an Zimmerdecken umher laufen können, Libellen, wahren Flugkünstlern aus dem Reich der Insekten, und Eselspinguinen, die einen unglaublich niedrigen Strömungswiderstand im Wasser besitzen." (ZDF, Abenteuer Wissen)

"Nachtigall kann seinen Eifer und die Begeisterung für sein Fach auch dem Ohr des Zuhörers nicht vorenthalten. So haben ihn Generationen von Studenten erlebt - nun können ihm aber auch alle diejenigen lauschen, die nicht das Privileg hatten, zu seinen Studenten zu zählen..." (Wilhelm Irsch, Biologie in unserer Zeit)

"Eine ausgezeichnete Einführung in dieses ganz neue Fachgebiet." (Uni-Online)

"Kurzweilig und im besten Sinne belehrend stellt Werner Nachtigall, Nestor der Bionik in Deutschland, sein Fachgebiet vor. Das eigens für diese Produktion aufgezeichnete Gespräch setzt sich aus kurzen Passagen zusammen, die prägnant formuliert sind und ein Bild der Bionik entstehen lassen: Es geht um historische Vorläufer wie Leonardo da Vinci, aber auch um weniger Bekannte (wer weiß, dass Stahlbeton von dem Gärtner Monier erfunden wurde - er stellte die ersten Blumenkübel aus armiertem Beton her und ließ sich von pflanzlichen Konstruktionen inspirieren; auf ihn geht die Bezeichnung Moniereisen zurück) und immer wieder um Beispiele, die den begeisterten und neugierigen Biologen verraten. Mit dem Hördokument demonstriert supposé erneut, welch hohen Reiz die Vermittlung der Wissenschaft aus 'berufenem Munde' hat. Die CD sei insbesondere Lehrern empfohlen, die damit manchen Schülerinnen und Schülern die Augen öffnen und an den Forscherfreuden eines ungewöhnlichen Wissenschaftlers teilhaben lassen können." (Klaus Rehfeldt, Naturwissenschaftliche Rundschau)

"supposé will kein Hörbuch-Verlag, wie andere, sein. Nicht Bücher sollen vorgelesen werden, sondern eigenständige Hörwerke entstehen, unmittelbar hervorgegangen aus der mündlichen Rede. Wissenschaft, so das Konzept, soll erzählt werden. Das gelingt etwa, wenn Professor Werner Nachtigall über Bionik spricht. Ohne Umschweife beantwortet er diese Fragen: 'Bionik - Was ist das? Was kann das? Was soll das?' Nachtigall wartet mit einer Vielzahl von Beispielen auf. Ob anhand von Stahlbeton und Stacheldraht oder Haifischschuppen und dem Lotus-Effekt beschreibt er die Bionik als Wissenschaft an der Schnittstelle von Natur und Technik." (Gerhard Mahlberg, hr2 Mikado spezial)

"Was haben Eselspinguine mit Strömungstechniken oder Haifische mit Bademode zu tun? Dies wird spannend erklärt von Dr. Werner Nachtigall..." (tauchen - Europas große Tauchzeitschrift)

"Der Zoologe und Bionik-Pionier Werner Nachtigall befasst sich auf dieser CD exemplarisch mit den wesentlichen Errungenschaften der Bionik und erläutert ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten: vom Schiffs- und Roboterbau angefangen bis hin zum Verkehrswesen, zur Medizin und zur Nanotechnik. Nachtigall skizziert die Geschichte und Vorgeschichte der Bionik und arbeitet heraus, was Mutter Natur zur Erfindung des Stacheldrahts, des Salzstreuers und des Stahlbetons beigetragen hat. Und er zeigt die ungeheuren Potenziale auf, die noch in der Bionik stecken, etwa der Bau von solarbetriebenen Wasserstoff-Farmen, die nach dem Prinzip der künstlichen Fotosynthese arbeiten." (Frank Ufen, Frankfurter Rundschau)

"Nachtigall macht deutlich, warum die Bionik zum Fundament eines neuen, systemischen Weltbildes und einer neuen, ökologisch ausgerichteten Ethik werden könnte. Eine brillante Einführung in die Grundlagen und die Arbeitsweise der Bionik." (spektrum direkt)

"Werner Nachtigall erzählt die Geschichte der Bionik auf verständliche und kurzweilige Art." (Forschen & Entdecken)

"Werner Nachtigall erzählt spannend und packend die Geschichte seiner Disziplin. Bionik: Eine im höchsten Maße anregende Wissenschaft, ja regelrecht ansteckend und zur Nachahmung rezeptfrei und mit Dringlichkeit empfohlen!" (Wolfram Frietsch, Gnostika)

"Unverkrampft, auskunftsfreudig, detailliert - aber ohne die Hörer komplett zu überfordern. Lassen sie sich von Werner Nachtigall etwas über Biologie und Technik erzählen: Er kann das." (Thomas Völkner, Radioropa HörbuchCafé)