Beobachtungsmanagement
Über die Endgültigkeit der Vorläufigkeit

mit Siegfried J. Schmidt
Konzeption und Regie: Christoph Jacke, Sebastian Jünger, Klaus Sander, Guido Zurstiege
Erzähler: Siegfried J. Schmidt
Aufnahme und Schnitt: Anja Theismann
Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2007

Audio-CD, 80 Minuten
Booklet, 8 Seiten
ISBN-13: 978-3-932513-79-4
Euro 18,00

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Inhalt:
Eine Geschichte des Konstruktivismus
Konstruktivismus als Argumentationsform
Wahrheit und Lüge
Moral und Ethik
Liebe und Freundschaft
Macht und Verantwortung
Der Zorn der Hermeneuten

Philosophie, Linguistik, Texttheorie, Literaturwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und schließlich Medienkulturwissenschaft: Siegfried J. Schmidt hat alle diese Disziplinen universitär (u.a. in Karlsruhe, Bielefeld, Siegen und Münster) durch- und erlebt, sie miteinander verwoben, niemals nur addiert, sondern stets integriert. Ebenso wechselwirksam wie viele seiner Modelle zu Kognition, Kommunikation, Medien und Kultur sind auch seine Leben zwischen Wissenschaft und Kunst. Schmidts analytisch scharfer Blick ist dabei geprägt von Geschichten und Diskursen des (soziokulturellen) Konstruktivismus. Seit den 1970er Jahren und in weit über 600 Veröffentlichungen ist es Schmidt gelungen, Namen wie Heinz von Foerster und Ernst von Glasersfeld auch hierzulande bekannt zu machen. Darüber hinaus hat Schmidt für einen konstruktivistischen über-disziplinären Boom dieser weltsehenden Denkweise gesorgt, in Fächern wie Philosophie, Psychologie und Pädagogik, neuerdings auch vermehrt in Wirtschaftswissenschaft und Management. Die Schmidt’sche Variante des konstruktivistischen Blicks wird auf der CD "Beobachtungsmanagement" vom Blickenden selbst historisch und theoretisch erläutert. Frei sprechend und um persönliche Erinnerungen angereichert wendet Schmidt die hier entwickelten Begriffe und Denkfiguren auch auf alltägliche Themen wie Wahrheit und Lüge, Moral und Ethik, Liebe und Freundschaft, Macht und Verantwortung an. Dabei fällt der ganz eigene Humor Schmidts ins Ohr, der in seinen schriftlichen Publikationen eher vernachlässigt wirkt. Somit kann das "Beobachtungsmangement" nicht nur lehrend und lernend als Einführung oder Vertiefung geschehen, sondern überdies zu einer äußerst unterhaltsamen Hör-Lektüre werden. Für das begleitende Booklet hat der in Münster lebende Emeritus seine Modelle handschriftlich skizziert - so wie es viele seiner Studierenden im Laufe der letzten vierzig Jahre kennen und schätzen gelernt haben.

Stimmen der Kritik:

"Kurzweilige 80 Minuten lang spricht Prof. Schmidt - oder SJS, wie Studierende sagen - über sein Steckenpferd, den Konstruktivismus. Als Medienwissenschaftler, Philosoph und Linguist sorgte er für einen interdisziplinären Ansatz dieser Erkenntnistheorie, die er nun auf einer Audio-CD clever und charmant, spannend und nachvollziehbar rüberbringt. Die autobiografischen Züge machen diesen Ausflug in den Konstruktivismus - fernab von schnöden Vorlesungen - so wunderbar leicht. Wenn Schmidt unaufgeregt von seiner ersten Begegnung mit diesen 'außerordentlich charmanten Herren' Heinz von Foerster und Ernst von Glasersfeld erzählt: stets ehrlich, humorvoll und immer informativ. Alle Sätze flüssig gesprochen, die Aussagen genau auf den Punkt: Schmidts Leidenschaft ist nahezu greifbar. Herausgekommen ist eine Hör-Lektüre für Querdenker genauso wie für Studierende im ersten Semester: Anspruchsvoll, aber äußerst unterhaltsam." (Annette Kessen, Münstersche Zeitung)

"Der Fachmann erklärt Konstruktivismus, und wir verstehen tatsächlich etwas." (ZEIT Wissen)

"Eine gleichermaßen kompakt-kurzweilige wie lehrreiche und gedankenanregende Preziose entstanden ist, die mit Genuss zu vermitteln versteht, dass Wissenschaft nicht nur ein Gebäude systematischer Gedanken ist, sondern dass darin auch aufregende Menschen wohnen." (Christian Schwarzenegger, medien & zeit)