Die Lehre vom fossilen Menschen
Friedemann Schrenk über paläoanthropologische Forschung

Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Friedemann Schrenk
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt und Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2014

2-CD-Set, 128 Minuten
ISBN 978-3-86385-004-3
Euro 22,80

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CD 1

01 Die Arbeit des Paläoanthropologen
02 Ein Schlüsselerlebnis
03 Situation in Deutschland
04 Ein anderes Verständnis
05 Mehr Forscher als Funde
06 Fundstellen
07 Altersbestimmung
08 Identifizierung
09 Konstruktion und Umwelt
10 Zeitdimensionen

CD 2

01 Anfänge der modernen Paläoanthropologie
02 Immer ältere Funde
03 Beginn der kulturellen Evolution
04 Der aufrechte Gang
05 Ausbreitung
06 Paläogenetik
07 Artkonzept
08 Gattung Homo
09 Afrika
10 Ende der biologischen Evolution
11 Zukunftsfragen



Friedemann Schrenk, geboren 1956, ist Professor für Paläobiologie der Wirbeltiere an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Leiter der Abteilung Paläoanthropologie am Forschungsinstitut Senckenberg.

Stimmen der Kritik:

"Nicht nur die in Texten tradierten Gedanken des Menschen geben Aufschluss über seine Wurzeln, sondern auch ein anderes Material, das wie kein anderes zum Menschen gehört: Köpfe, Knochen, ganze Skelette, verschüttet in alter afrikanischer Landschaft und über die Jahrtausende dort zum Fossil geraten. Solche Zeugnisse enthalten zwar keine Gedanken, lassen sich aber ebenso lesen wie alle Texte, die der Mensch je verfasst hat. Zumindest dann, wenn sich Wissenschaftler darum bemühen, die dieses Handwerk beherrschen. Friedemann Schrenk ist so einer. Der Paläoanthropologe sucht und gräbt nach den Resten menschlicher Existenz, von denen sich paradoxerweise immer ältere finden, je weiter die Zeit voranschreitet. Der Unterkiefer UR 501, ein unter Schrecks Leitung 1991 in Malawi entdeckter Knochen, ist immerhin 2,4 Millionen Jahre alt und gilt als ältestes bekanntes Relikt unserer Gattung. Weil Schrenk nicht nur ein begnadeter Ausgräber ist, sondern ein ebenso guter Erzähler, erschließt sich die faszinierende Arbeit des Paläoanthropologen nun durch seinen eigenen Bericht auch einem möglicherweise größeren Publikum."
(Ronald Düker, Philosophie Magazin, Oktober/November 2014)

"Schrenk erzählt mit Begeisterung von seinem Forschungsgebiet, sehr anschaulich und manchmal so spannend wie in einem Krimi."
(Tobias Barth, MDR Figaro, 3. November 2014)

"Die bedächtig-sonore, leicht schwäbelnde Stimme fasziniert den Hörer von der ersten Minute an. Man sitzt mit dem Frankfurter sozusagen Seite an Seite am heimischen Kaminfeuer und lässt sich von ihm sein Leben und seine interessantesten Erlebnisse aus 35 Jahren Forschungstätigkeit schildern."
(Winfried Köppele, Laborjournal, November 2014)

"Was für ein Glück es bedeuten kann, einen Experten gute zwei Stunden verständlich und anschaulich, aber ohne jeden Zwang zur Vereinfachung über sein Fachgebiet erzählen zu hören, demonstriert diese von Klaus Sander produzierte Doppel-CD über den Paläoarchäologen Friedemann Schrenk vom Forschungsinstitut Senckenberg. Nicht nur erfährt der Hörer, wie staunenwert klein die weltweit gefundene Zahl der menschlichen Fossilien eigentlich ist, sondern Schrenk hält auch ein überzeugendes Plädoyer für die Förderung der Paläoarchäologie in Afrika. Das Hörbuch des Jahres."
(Denis Scheck, ARD Druckfrisch, Dezember 2014)

"Eines dieser wunderbaren Hörbücher, wie sie der Klaus Sander von der Edition supposé macht. Friedemann Schrenk erzählt über sein Gebiet der Paläoarchäologie, er erzählt wie er in Afrika geforscht hat, was er weiß über den frühen Menschen, und er macht es so anschaulich, präzise und klar, dass man sich zurückversetzt fühlt in sein Lebensalter, als man vielleicht in die dritte Klasse ging und Wissen aufsog wie ein Schwamm. Ein wunderbares Hörbuch."
(Denis Scheck, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11. Dezember 2014)

"Man kann Schrenk sehr gut zuhören. Er erzählt mehr, als er doziert. Die Informationsdichte ist so beschaffen, dass auch der absolute Laie nicht überfordert wird. Die einzige Voraussetzung für das Verständnis ist ein Interesse an der Sache. Die beiden Audio-CDs sind ein gemütlicher Weg für Einsteiger etwas über die Urmenschenforschung zu erfahren."
(Reinhard Ziegler, Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Jahrgang 2015, Heft 3/4)