Ausgezeichnet als Hörbuch des Jahres 2008

Ein Sommer, der bleibt
Peter Kurzeck erzählt das Dorf seiner Kindheit

Konzeption und Regie: Klaus Sander
Erzähler: Peter Kurzeck
Aufnahmen: Klaus Sander
Schnitt und Mastering: Michael Schlappa
Produktion: supposé 2007

Box mit 4 Audio-CDs, 290 Minuten
und Booklet, 8 Seiten
ISBN 978-3-932513-85-5
Euro 34,80

Buch der Woche, Deutschlandfunk Büchermarkt (Januar 2008)
Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste (Dezember 2007)
Hörbuch der Woche, Bayerischer Rundfunk (November 2007)

BESTELLUNG

Hören und Sprechen nicht als Derivat des Geschriebenen zu begreifen, sondern ihm als eigenständiger Form Gehör zu verschaffen - das war von Anfang an das besondere Anliegen von supposé.
Mit "Ein Sommer, der bleibt" gehen wir auf diesem Weg einen bedeutenden Schritt weiter: In langen Gespräch-Sessions mit dem Schriftsteller Peter Kurzeck hat Klaus Sander sein bislang weitgehend mit Wissenschaftlern und Philosophen entwickeltes Produktionsverfahren der freien Erzählung für die Literatur angewandt. Herausgekommen ist ein Roman, der ausschließlich in akustischer Form existiert.

Vergleichbar der improvisierten Vortragskunst der legendären schwarzen Bluessänger, die er in den 60er Jahren in hessischen Army-Clubs gehört hat, gerät Peter Kurzeck aus dem Gespräch heraus ins Erzählen: ein Text, der erst während der Rede, während der Aufnahme, im Schnitt entsteht, ohne Buchvorlage oder Manuskript ­ eine Beschwörung. So entspinnt sich aus einer Kindheit im Dorf Staufenberg ein exemplarisches Leben, in dem schließlich die Kunst der Erinnerung in eins fällt mit der Kunst der Literatur.

Das Dorf Staufenberg im Landkreis Gießen liegt auf einer Felskuppe. Hoch oben die alte Burg. Wenn der böhmische Flüchtlingsjunge Peter vom Turm ins Tal blickt, kommt ihm das wogende Korn vor wie das Meer, das er nicht kennt, sich aber immer wieder vorstellen muss, und die Flugameisen, die nur hier und nur an wenigen, Jahr für Jahr wiederkehrenden Tagen Hochzeit feiern, erzählen ihm vom Sommer, der kommt. Er sieht die Menschen im Dorf, von denen er nun selbst einer ist, und er sieht all die Wege, die vom Dorf wegführen: in die Weite des Tals vor dem Autobahnbau, zur Lahn und den Lahnwiesen, wo er mit den anderen Kindern spielt und einmal fast sein Taschenmesser verliert, zur Mühle, wo er mit seiner Mutter um ein Säckchen Mehl bittet, zum Rex-Filmtheater Lollar und zur Buderus-Hütt, dem großen Eisenwerk, nach Gießen zum Papierwarenhändler und zum Teufelslustgärtchen, und nicht zuletzt nach Frankfurt, wohin er später mit seinem Freund Eckart in den großen glitzernden Amischlitten der GIs trampt. Ein Kaleidoskop an Geschichten fügt sich zu einem detailreichen Bild von Nachkriegsdeutschland und früher Bundesrepublik.

CD1
Das Dorf meiner Kindheit
Vor der Haustür der Tag
Das Licht im Dorf und die Vielfalt der Welt
Ich bin im Juni geboren
Als ich sechs war
In der Schule
Der Blick aus dem Fenster
An die Diefebach
Flüchtlingsfamiliengemeinschaftswohnungen
Nach Gelnhausen
Ein böhmischer Weihnachtsbaum
Vor dem Schaufenster
Am Anfang des Sommers
Baden an der Lahn
Durst

CD2
Kalte Fleischwurst
Mein Hund Rolf
Die amtliche Hundesteuer
Weite Wege
Das verschwundene Tal
Sichtblenden
Ameisenhochzeiten
Die Autobahn
Billige Markenbutter
Einkaufsfahrten
Vom Feld auf die Hütt und zehn Jahre eher sterben
Die alten Leute im Dorf
Am Hoftor
Die Amis
Im Teufelslustgärtchen
Fußgängerzone
Ami-Zahltag

CD3
Keine Kirche im Dorf
Die Kirche von innen auffressen
Maiandachten
Flüchtlingsbaracken und Behelfsheime
Das Mohnmühlchen
Das Mehlsäckchen
Hypnotisieren lernen
Afrika
Schwarzwaldhaus
Das rote Zauberglas
Rex-Filmtheater Lollar
Das erste Auto im Dorf
Vom Klempner zum Gastwirt
Flüchtlingswärmflaschen
Das verlorene Taschenmesser

CD4
Für meinen Vater ein Rezept
Auf dem Heimweg
Straßenlampen
Die Theaterschneiderin
Der Bücherbus
Die Bücher im Dorf
Bücher, die ein Leben lang reichen
Schlittenfahrten
Waschtage
Strohsäcke
Amipritschen und Heuwagen
Die Dreschmaschine

Stimmen der Kritik:

"Ein literaturhistorisches Ereignis hat stattgefunden: ein kunstreicher, verblüffender Akt, die Geburt einer neuen Gattung in Form einer CD-Box"
(Hubert Winkels, DIE ZEIT)

"Das beste Buch des Monats ist überhaupt kein Buch, sondern ist eine CD: Ein unkonventionelles Hörbuch aus Deutschlands unkonventionellstem Hörbuchverlag. Diese CD enthält nicht einfach die Lesung eines Buchs, sie ist selbst der Roman. Peter Kurzeck entwickelt und erzählt seinen Roman vor dem Mikrofon ­ Papier und Tinte braucht er dazu nicht. Ein Literaturerlebenis nur für die Ohren! Toller Erzähler, tolle CD!"
(Denis Scheck, ARD druckfrisch)

"Keine Minute der knapp sechs Stunden ist überflüssig oder langweilig, weil Kurzeck ein Erinnerungsriese, vor allem jedoch ein Welterschaffungsgenie ist. Ein ganzes Universum entsteht dabei neu - berührend, beeindruckend, schlicht: großartig."
(Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau)

"Ein ausgesprochen gelungenes Werk. Eine artistische Meisterleistung sondergleichen, dass sich jemand frei redend so erinnert, auch an die Namen des Apothekers aus dem Nachbarort und dessen Frau und dessen Hund! Es ist unglaublich, was für ein Gedächtnisarchiv Herr Kurzeck hat. Allein das wäre schon Bewunderung genug für diese Form der artistischen Leistung, aber was jetzt dazu kommt, ist, dass er wunderbar formuliert und dass es auch als Literatur funktioniert. Es ist der Versuch, die Zeit stillzustellen, die Zeit rauszunehmen aus einer Szene, deshalb dieser hohe Sommer, dieser eine Tag als Grundgefühl, das ist ja ein altes, antikes Motiv, die Zeit des Pan, diese eine glückliche Zeit. Und dies zu vermitteln, so zu vermitteln, dass der Hörer selber in eine fast meditative, schöne, sommerliche, gleitende Zeitbewusstheit hineingerät, das gelingt zudem noch, zu allem anderen, was an dieser Produktion besonders ist. Und insofern ist es sowohl von der traditionellen künstlerischen Qualitätsfrage her besonders, aber eben auch medial und gattungsmäßig etwas völlig Neues."
(Hubert Winkels, Deutschlandfunk Kultur heute)

"Erlebte Zeit wird erzählte Zeit: ohne den Umweg über die Schrift ist dieses Hörbuch ein Originaldokument. Gemeinsam haben Peter Kurzeck und Klaus Sander das Verfahren der freien Rede für die Literatur nutzbar gemacht. So ist ein akustischer Roman entstanden, der gleichzeitig intim und öffentlich ist. Mit dem Redefluss, der kaum spürbar bearbeitet aus sich heraus zu entstehen scheint, kommt man nicht nur der Lebensgeschichte Kurzecks nahe, sondern auch einer Person, die bei aller Authentizität eine fiktive bleiben muss. Die Stimme, die hier spricht, bekommt einen Körper, der nur in der Erinnerung des Hörers mit dem von Peter Kurzeck übereinstimmen kann. Für die meisten entsteht völlig glaubhaft eine andere Person. Und zwischen den Beschreibungen stösst man dann immer wieder auf ganz profunde Erkenntnisse, die wie nebenbei in einem leichten, unbeschwerten Ton beschrieben werden und sich kaum von den Beobachtungen trennen. Dieses Hörbuch ist auf ganz erstaunliche Weise wie aus einem Guss. Die Form des Hörbuchs ist im Grunde die ideale Form für die konzentrierte erzählende Prosa Kurzecks, weil nur hier die Zeit eine unmittelbare Rolle spielt. Erzählen und Zuhören sind zeitlich verbundene Prozesse. Ohne den Umweg über das Buch, ohne dass man innehalten und aufblicken könnte, ist man den Bildern ausgeliefert, die an einem vorüber ziehen ohne zu verharren. Man möchte das Licht löschen, um ihnen mehr Raum zu geben, damit sie ohne Ablenkung wirken können. Dann hört man das Hörbuch noch einmal und immer wieder, weil die Erzählung einen Sog entwickelt, der kein Ende kennt. Nichts passiert in dieser Geschichte und doch enthält sie, wie nur wenige andere, die ganze Welt."
(Ulrich Sonnenschein, hr2 Mikado)

"Es ist ein kleines Wunder, wie Peter Kurzeck im Erzählen eine verschwundene Welt wieder zum Leben erweckt - und zwar ohne romantisch verklärenden Blick. Worte werden Klang; Rhythmus und Melodiebögen von Kurzecks Sätzen machen aus einem exemplarischen Stück Zeitgeschichte ein Kunstwerk von suggestiver Kraft: Oral history trifft Literatur."
(Nils Kahlefendt, Börsenblatt)

"Dieser Roman ist beispiellos. Offenbar ohne wie auch immer geartete unmittelbare schriftliche Vorlage eine rund fünfstündige Erzählung zu realisieren mit all der Frische, die eine spontane Erinnerung in einem Gespräch auszeichnet, das ist große Kunst, wenn dieser Begriff denn Sinn macht. Denn: Um Kunst handelt es sich zwar, selbstverständlich, auch wenn man gerne im übertragenen Sinn von kunstlosem Erzählen sprechen möchte. Doch das Attribut "groß" ist problematisch, eben weil die Unternehmung einzigartig ist. Es gibt kein "größer" und "kleiner": Dieser Roman ist ein Unikum."
(Hubert Winkels, Börsenblatt)

"Liebevoll beschreibt Kurzeck den Ort seiner Kindheit, die Leute, die dort wohnten und teilweise immer noch wohnen, bringt ihre Sprache und trockene Lakonie zum klingen. Kurzeck selbst hat ein wenig vom hessischen Zungenschlaf angenommen, und auch deswegen ist es angenehm, ihm zu lauschen. So luftig und frei gesprochen möchte man ihn am liebsten immer hören."
(NDR Kultur)

"Der supposé-Verlag verfolgt seit einiger Zeit ein sehr interessantes Projekt: Er lässt Geistesgrößen, meistens Wissenschaftler, über ihren Forschungsgegenstand erzählen, ohne Manuskript, freie Rede pur, und man ist oft erstaunt, wie einem so, also frei erzählt, komplizierte Zusammenhänge klar werden können. Jetzt hat supposé einen Schriftsteller vors Mikrofon geholt: Peter Kurzeck, Autor oft autobiografisch gefärbter Romane, und er erzählt fast fünf Stunden lang über das Dorf seiner Kindheit, Staufenberg bei Gießen. Genaue Detailbetrachtungen auf dem Dorf als Grundlage für die Wahrnehmung der Vielfalt der Welt..."
(Rosemarie Tuchelt, hr2 Mikado spezial)

"Den Begriff des Hörbuchs ernstgenommen und als Experiment verwirklicht hat das Kölner (nach einem Umzug bald: Berliner) Label supposé, seit Jahren Garant für die gewitztesten Beiträge im noch jungen Medium der besprochenen CD. Wochenlang zog sich supposé-Gründer Klaus Sander mit dem Frankfurter Autor Peter Kurzeck und einem Aufnahmegerät in eine leere Wohnung zurück. Der Roman als reiner Sprechakt, nichts Geringeres, war Ziel der selbstauferlegten Einsperrung. Der weitverzweigte Plot des Hörbuchs entsteht unmittelbar aus dem Erinnern und Erzählen heraus, folgt den im Sprechen wiedererstandenen Bildern, Personen und Anekdoten. In der zur Literatur sich verdichtenden Erinnerung zerfließen auch die herkömmlichen Grenzen von Privatheit und Fiktion vor dem Ohr des Hörers dieses Originaldokuments akustischer Literatur. In der Spontaneität des Sprechakts scheint es der Dorfbewohner Kurzeck zu sein, den wir als Kind erleben. Und doch ist es, wie Marcel Prousts Marcel, auch hier ein literarisches Alter Ego, dem wir durch die Gassen und Wiesen folgen. Wenige Wochen nach seinem Erscheinen wurde Ein Sommer, der bleibt bereits mit hymnischen Kritiken bedacht. Das gewagte Experiment ruft nach Fortsetzung."
(Cornelia Niedermeier, Der Standard)

"Nichts bleibt so im Gedächtnis haften wie die Zeit der Kindheit: Das erste Bad im Fluss, der Klang der Häckselmaschine am Abend - die ganze rätselhaft-schöne Welt. Und so erinnert sich der Frankfurter Schriftsteller, Jahrgang 1943, an die Zeit, als er, sechs, sieben, acht Jahre alt, das Leben entdeckte. Ein Flüchtlingsleben nach dem Krieg. Armut und Leid der Flüchtlinge spielen dabei durchaus eine Rolle, etwa wenn die Mutter um ein Säckchen Mehl betteln muss und rüde abgewiesen wird. Vor allem aber geht es in diesen Erinnerungen um das Glück der Kindheit, das Eins-sein mit der Welt, um die Zeit, in der die nächste Umgebung wie ein unerschöpflicher Kosmos wirkt. Heute noch scheint Kurzeck vom Zauber umfangen, von dem diese Kinderwelt durchwirkt ist. So wie man sagt, jemandes Augen begännen zu leuchten, so wird Kurzecks Stimme heller und heiterer, je intensiver er der Zeit in der hessischen Provinz kurz nach dem Krieg gedenkt."
(Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung)

"Der Output des gerade nach Berlin umgezogenen Audio-Labels supposé ist so gut & außergewöhnlich, dass man in jeder Ausgabe eine der von Klaus Sander konzipierten und edierten CDs vorstellen könnte. Mit Peter Kurzecks gesprochenen Erinnerungen an das nordhessische Dorf seiner Kindheit ist ihm ein besonderer Wurf gelungen!"
(Schwankungen - Kultur für Bremen)

"Nur die neuen Medien bieten noch Novitäten, oder? Nein, jetzt gibt es eine Neuheit in einem ganz alten Medium: in dem der Literatur. Peter Kurzeck bringt jetzt zusammen mit dem genialischen supposé-Verlag eine unerwartete Neuheit. Auf vier CDs hat er einen Roman erzählt. Ein Sommer, der bleibt ist nicht auf der Grundlage von Texten entstanden. Hier wird nichts vorgelesen, es ist das erste Hörbuch ohne Buchvorlage. Und das ist vollends gelungen und faszinierend."
(Frank Berzbach, sciencegarden)

"Kurzeck im augenblicklichen Zenit seines wohl für immer größten literarischen Wurfes"
(Gießener Anzeiger)

"Das ist mehr als oral history: Das ist, in der Erzählung, unendlich fein gesponnenes Garn. Kurzeck hat von Anfang an seine Umwelt sehr genau beobachtet und alles gespeichert, die leise im Wind wogenden, ja sich wälzenden Kornfelder, die er vom Kirchturm aus sah, genauso wie die erste Autofahrt. Ein Archivar seines Lebens."
(Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk, B5 aktuell)

"Ein Hörbuch, das bleibt"
(hr2-Hörbuchbestenliste)

"Dass Kurzecks Schreiben seine innerste Energiequelle in der Mündlichkeit des Erzählens hat, zeigt diese wunderschöne CD-Sammlung. Hier erzählt der Schriftsteller wie ihm der Schnabel gewachsen ist, ohne Manuskript. Man wird in einen Erinnerungsstrudel gezogen und ertappt sich bei dem Wunsch, eine Kurzeck-CD zum Einschlafen aufzulegen, so beruhigend ist die Dichterstimme. Man vertauscht sich als Kurzeck-Fan probeweise mit dessen Tochter, deren Einschlafrituale so oft erzählt werden. Verlässlich ist Kurzecks Fähigkeit, nach der vierten, fünften Erzählgabelung und verschachtelten Fußnoten wieder auf den Hauptstrang zurückzukommen. Aber der Zuhörer wäre sogar bereit, sich mit dem Erzähler im Erinnerungsgeflecht zu verlieren."
(Marius Meller, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

"Ein vor dem Mikrofon improvisiertes Wunderwerk"
(Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel)

"So aberwitzig und wunderbar wie kaum etwas, das man bislang hören durfte: Ein frei gesprochener Roman; ein Werk, das in der Sekunde, in der es laut formuliert wird, erst entstanden ist."
(Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau)

"Dieser wunderbar erzählte Roman ist eine Hommage an die Kindheit, den ersten Blick auf die Dinge, mit dem wir uns die Welt erschließen."
(Burghard Schlicht, hr Fernsehen, Hauptsache Kultur)

"Kurzeck baut das Dorf erzählend neu auf, so wie es einmal gewesen ist. Da fahren dann wieder die Ochsenkarren über schlammige Wege, deren Grund im Sommer zu weißem Staub zerfällt. Und die Dorfbewohner tragen Sonntagskleidung, wenn sie zum Spaziergang auf die gepflasterte Schosseh aufbrechen, wo die Autos sich noch einzeln zählen lassen. Es ist Literatur in ihrer ursprünglichen, oral tradierten Überlieferungsform. Da sitzt einer am Ofen und erzählt den Enkeln, wie es einst gewesen ist: wie die Fleischwurst schmeckte, wie der Waschtag ging, wie der Bücherbus kam und wie die Sommer gewesen sind. Diese Form des mündlichen Erzählens ist selbst etwas, das zu verschwinden droht. Man muss, das wird spätestens mit dieser Produktion deutlich, Kurzeck hören."
(Jörg Magenau, die tageszeitung)

"Zur Literatur wird Kurzecks Erzählen, indem er in seine Memo-Fragmente immer wieder Redundanzen und Abschweifungen einbaut, von Blickachsen erzählt, von den Eigenarten einer Schlittenbahn oder, immer wieder, vom Licht zu einer bestimmten Tageszeit."
(Christoph Braun, Spex)

"Eine medial und gattungsgeschichtlich erst- und einmalige Sache: Ein Roman wird frei er-zählt, ohne schriftliche Vorlagen, ohne Notizen, er wird redend erzeugt, das heißt erfunden und in Form gebracht. Das Verfertigen des Romans beim Reden auf 4 CDs - im Moment des Entstehens schon historisch!"
(Hubert Winkels, Deutschlandfunk Büchermarkt)

"Spätestens jetzt ist es an der Zeit, Kurzeck kennenzulernen - etwas so Zärtliches, Versponnenes, Wunderbares dürfte man lange nicht mehr zu hören bekommen haben. Eine echte Weltverzauberung!"
(Christoph Schröder, Journal Frankfurt)

"Kurzeck erzählt von den einfachen, kleinen Dingen, die er als Kind erlebte, vom Brausepulver, dem Baden im See, der Dorfschule, der Fleischwurst beim Metzger. Einzelne Bilder werden aufgegriffen, wieder fallen gelassen, an anderer Stelle erneut, aber unter einem anderen Blickwinkel eingestreut. Eine aus dem Stegreif entwickelte Erzählung, die in dieser Form nie als Buch erscheinen wird, oral history im besten Sinne."
(Martin Büsser, WOZ Die Wochenzeitung)

"Ein Meisterstück mündlicher Literatur, eine Feier der spontanen Erinnerung. Das erste Hörbuch im eigentlichen Sinne."
(Stephan Maus, stern)

"Man lernt Peter Kurzeck nun durch ein Hörbuch neu kennen und weiß danach, dass man es mit einem ganz Großen seiner Zunft zu tun hat. Preise hat er bereits zahlreich gewonnen, die Kritik schätzt ihn, doch ein großes Publikum blieb ihm bislang verwehrt. Das kann und das muss sich nun ändern, denn Kurzeck hat auf Anregung des supposé-Verlags ein Hörbuch aufgenommen, das alle Voraussetzungen dafür hat, ein Bestseller zu werden. Wie bei supposé üblich, handelt es sich nicht um eine Aufnahme, die lediglich wiedergäbe, was man anderswo gedruckt lesen könnte, sondern um ein eigenständiges Werk. Dass dieses Meisterwerk zum Hörbuch des Monats gekürt worden ist, darf als das Wenigste gelten. Es ist eine Aufnahme, die überhaupt erst klarmacht, was das Hörbuch als eigenständige Kunstform vermag: der Literatur vorarbeiten, ja, die Lektüre umprägen. Dazu braucht es einen Erzähler vom Range Peter Kurzecks - einen Mann, dem noch das kleinste Detail als mögliche Keimzelle einer ganzen Weltanschauung unendlich wertvoll ist."
(Andreas Platthaus, FAZ)

"Entlang der mittlerweile mit zahlreichen Wissenschaftlern eingespielten Produktionsverfahren - nicht Interview, sondern inszenierter Monolog, mithin eigenständige Kunstform - entwickelten Sander und Kurzeck die optimale Form für dessen Dorfgeschichte. Erzählt wird - gewissermaßen in der sprechenden Praxis - von der Wissenschaft. Der vom Erinnern, von der Sprache, vom Text und von der Zeit."
(Tim Schomacker, Radio Bremen Literaturzeit)

"Stundenlang könnte ich Peter Kurzeck zuhören, wenn er so von seiner Kindheit spricht. Es ist, als säße er direkt neben uns Hörern und erzählte jedem ganz persönlich diese Geschichten - sehr lebendig und interessant, dabei gleichzeitig ganz entspannend. Genau das richtige für lange dunkle Winterabende!
(Monika Göhmann, LeseEcke)

"Seine Erzählkunst stellt Peter Kurzeck in einem Projekt des supposé Verlages auf besondere Art unter Beweis: er spricht die Erinnerungen an seine Kindheit, die er mit seiner Familie als Flüchtlingskind im hessischen Dorf Staufenberg verbrachte, frei ins Mikrofon. Ohne Manuskript entsteht das faszinierende Bild einer Jugend, die bis in die Gegenwart hineinreicht."
(Adrian Winkler, WDR3 Gutenbergs Welt)

"Die bemerkenswerteste und wohl schönste Überraschung der Saison, das eigentliche Ereignis des Jahres aber heißt: Ein Sommer, der bleibt."
(Holger Heimann, Börsenblatt)

"Ein empfehlenswertes Werk, das neben allem Informativem und Erkenntnisreichem, an etwas Wichtiges erinnert: Wie gut es tut zu schauen, wo man herkommt und was deshalb gerade ist."
(Frank Keil, Switchboard)

"Kurzeck trifft das Zauberwort auf ganz andere Weise. Glanz kommt hier eher beiläufig zustande, er geht über der Kulisse des kleinen Dorfes auf, als wäre man selber dabei. Nicht der so genannte passende Ausdruck oder der sprachlich gefilterte Moment verbürgen im mündlichen Erzählen Präzision. Entscheidend ist, wie der Erzähler auf die Dinge zugeht, sie umkreist, damit sie in der Erinnerung erneut wach werden. So entsteht Kurzecks Dorf vor dem Zuhörer, als ließe es sich noch betreten - kein Bild, nein, ein Raum, der sich in wiedergewonnene Perspektiven öffnet."
(Bernhard Gleim, Literaturen)

"Berührend und schlichtweg beeindruckend!"
(Celebrity)

"Ein Kaleidoskop von mäandrierenden Geschichten, die zusammen ein wunderbar detailreiches und alle Sinne ansprechendes Bild der Nachkriegszeit ergeben. Ein großartiges Hörbuch."
(Dorothee Meyer-Kahrweg, hr2 Mikado spezial)

"Es scheint hier das Glück des Schauens im bewahrenden Erzählen auf, das sich umherschweifend entfaltet - schön und ruhig und staunend."
(Ulrich Rüdenauer, Darmstädter Echo)

"Dieses ganze Unterfangen, Peter Kurzeck einfach erzählen zu lassen, ist schon eine großartige Idee. Dass es dann auch noch so ein Hörgenuss geworden ist, macht die Sache perfekt. Diese Erzählung enthält Sätze, die man nie wieder vergisst."
(Friederike Frank, amazon.de)

"Hier wird der Begriff Hör-Buch das erste mal wörtlich genommen, allein dafür muss man Peter Kurzeck und den supposé-Verlag preisen. Entstanden ist ein akustisches Kunstwerk!"
(Bettina Baltschev, MDR Figaro)

"Live und in Echtzeit formulieren sich Geschichten in Strophen und Refrains , als sässe da ein antiker Rhapsode."
(Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung)

"Mit Ein Sommer, der bleibt ist supposé ein weiterer, konsequenter Schritt in der Ausgestaltung einer Ästhetik der freien Erzählung gelungen. Eine ungeheure Erweiterung des heute Romanmöglichen ist damit angestoßen. Sie beruht auf der Erfahrung von supposé wie auf Werk, Meisterschaft und Erfahrungen Peter Kurzecks. In ihrem Zusammentreffen auf den vier CDs schaffen sie ein literarisches Wunderwerk, an dem wir - staunend und hungrig - teilhaben dürfen. Peter Kurzeck erzählt von der Welt, wie wir es noch nie gehört haben. Ihm zuzuhören, öffnet den Horizont, lässt uns verstehen und macht glücklich."
(Daniela Seel, Deutschlandfunk Büchermarkt)

"Eines der spannendsten literarischen Projekte der Gegenwart"
(Denis Scheck, Deutschlandfunk Büchermarkt)

"Von der ersten Sekunde an ist es wie ein großer starker Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ein Sog in Peter Kurzecks Erinnerungen, lebendig, warm, voller Geräusche, Gerüche, Farben. Mit allen Sinnen, das vermittelt das Hören, war er als Kind unterwegs, hautnah bei sich und seinen Gefühlen. Aus heutiger Sicht, wo marktorientierte künstliche Emotionen die Seelen entleeren nahezu unvorstellbar. Und vielleicht hallen genau darum die 290 Erzählminuten dieser wahrhaft grandiosen vier CDs derart intensiv nach, dass man immer wieder von vorn mit dem Hören beginnen will..."
(Kristine von Soden, Deutsche Welle Bücherwelt)

"Ein schöneres Hörbuch war lange nicht zu vernehmen, keines, das die Gattung exklusiver definiert. "Ein Sommer, der bleibt" ist ein wunderbar bodenständig-poetisches Kunstwerk. Es schießt ins Hörer-Herz."
(Markus Clauer, Die Rheinpfalz)

"Mit einerseits heiterer, die kindliche Euphorie gewissermaßen nacherlebender, andererseits aber auch leicht wehmütiger, nämlich immer wieder vom Verlust kündender Stimmkoloratur beschwört Peter Kurzeck diese längst vergangene Welt noch einmal herauf."
(Frank Schäfer, Rolling Stone)

"supposé hat bereits eine CD (Stuhl, Tisch, Lampe) mit dem vorlesenden Autor veröffentlicht und nun mit Ein Sommer, der bleibt eine Box mit vier CDs nachgelegt, auf denen Peter Kurzeck aus freien Stücken das Dorf seiner Kindheit erzählt, was faszinierend anzuhören ist und auch poetologische Einblicke in die Differenz zu jener fragmentarischen Kunstsprache, die seine Literatur auszeichnet, ermöglicht."
(Thomas Meinecke, jos fritz Buchtipps)

"Das erstaunlichste und bezauberndste Hörbuch des Jahres 2007"
(Steffen Rizz, titel-Magazin)

"Hat man dieses Erzählen einmal gehört, vergisst man es nicht wieder."
(Eckfenster)

"Ich habe noch nie ein so hervorragendes Hörbuch in den Händen gehalten! Dieses Hörbuch macht süchtig!"
(Karl-H. Heidtmann, amazon.de)

"Wunderbare CDs"
(Christian Abendroth, Schauenburger Märchenwache)

"Was Kurzeck über seine Kindheit in Staufenberg erzählt, sind von dem Produzenten und Regisseur Klaus Sander angeregte Monologe der allmählichen Rekonstruktion der Kindheitswelt beim Sprechen. Der Schriftsteller Kurzeck ist in diesem Hörbuch nicht anwesend. Er hat das Erinnerungsfeld ganz dem mündlichen Erzähler überlassen..."
(Lothar Müller, Merkur)

"Ein Hörbuch, das wirklich mal eins ist."
(Stefan Koldehoff, Deutschlandfunk Kultur heute)

"59 Miniaturbilder fügen sich mosaikartig zum Bild einer Kindheit zusammen. Immer bleibt man gespannt, was als Nächstes offeriert wird. Es ist damit so wie mit dem frisch gestopften Strohsack, von dem Kurzeck erzählt: Je länger man darauf liegt, desto mehr sinkt er in sich zusammen, und man gewinnt immer neue Perspektiven auf das Zimmer. Genauso ergeht es einem, wenn man in dieses Hörbuch versinkt. Wenn ich also etwas empfehlen darf: Kurzecks Sommer - greifen Sie zu, Sie werden es nicht bereuen!"
(Jens Sparschuh, Der Tagesspiegel)

"Hatten Sie noch Verwandte, die lange und ausführlich 'von früher' erzählt haben? Kennen Sie die heimeligen Stunden, in denen man beisammen sitzt - ohne Fernsehen, bei schummerigem Licht, vielleicht am Abend schon im Schlafanzug, auf dem Sofa eingekuschelt? Dann entwickelt im besten Fall die Erzählerstimme einen regelrecht hypnotischen Klang, zieht uns hinein in die Vorstellung einer Zeit, die wir nicht selbst erlebt haben, und in unseren Köpfen entsteht ein schönerer, wirklicherer Film als alle je wirklich gesehenen - alleine aus dem, was wir da erzählt bekommen. Der Berliner Hörbuch-Verlag supposé, der sich große Verdienste um 'gesprochene Wissenschaft' erworben hat, hat das Experiment gewagt, einen literarische Autor ohne Manuskript und geschriebenes Konzept erzählen zu lassen. Es sind viele kleine Facetten, aus denen hier ein Stück ganz besonderer Literatur wird. Peter Kurzeck besteht das Experiment mit Bravour: Man will überhaupt nicht mehr aufhören, diesem oberhessisch-melodischen Sprachklang zu lauschen und in die nicht besonders idyllischen Nachkriegsjahre einzutauchen, und nach kaum fünf im Flug vergangenen Stunden bedauert man, dass die Zeit schon um ist und kann gerade noch einmal von vorne anfangen zuzuhören."
(Peter Brunner, Pfungstädter Woche)

"An dieser Stelle einzelne Passagen oder Elemente dieses großartigen Hörbuches herausgreifen zu wollen, hieße, den vielen anderen Passagen Unrecht anzutun. Das ist so genau und plastisch erzählt, so eindringlich und lebendig, so spitzbübisch und ehrlich, dass man beim Hören die Straßenszene vor sich sieht und schmunzelt oder herzhaft lacht. Das alles bekommt seinen ganz eigenen Reiz, weil Peter Kurzeck eine so unverwechselbare Art des Sprechens und Vortragens hat, eine Betonung und Rhythmik, die, einmal gehört, immer wieder erkennbar ist. Es lohnt sich!!"
(Martin Gaiser, Radio freeFM)

"Ein Hörerlebnis der besonderen Art, dem man gerne seine ganze Aufmerksamkeit schenkt. Auch Bücherfans werden bei diesem Hörbuch ausnahmsweise gerne auf das Lesen verzichten."
(Christine Wittenzellner, BONUS - Das Magazin der Volksbanken Raiffeisenbanken)

"Die Erfahrung der Vertreibung, der Verlust der Heimat hat Peter Kurzeck sein ganzes Leben lang genau hinsehen lassen. Teils kindlich-staunend, teils sacht-melancholisch umkreist er in seinen Erinnerungen die vielen Alltäglichkeiten seiner Kindheit."
(Katharina Borchardt, SWR2 Forum Buch)

"Ein einzigartiges Dokument abgeklärter Nostalgie. Was bleibt, stiften eben doch die Dichter. Peter Kurzeck ist einer von ihnen, einer der großen."
(Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung)

"Ein wirklich einmaliges Hörerlebnis."
(Patric Seibel, NDR info)

"Es ist gerade nicht das faustische 'Verweile doch, du bist so schön', das hier angerufen wird und Resonanz im Hörer erfährt, sondern das immer wieder Anlaufnehmen des glücklichen Sisyphos, das immer wieder neu Ansetzen, das Wieder-Holen und damit wieder und neu Erlangen des Moments und seiner Einzigartigkeit - und jeder einzelne ist des Erzähltwerdens wert, ja muss erzählt werden, immer wieder, um ihm Genüge zu tun und Reverenz erweisen zu können - im flüchtigen Auf und Ab der Stimme, des Atems - eine große Feier des Augenblicks und seiner, unserer, Vergänglichkeit."
(Daniela Seel, Volltext)

"Eine der ungewöhnlichsten Erzählungen in der deutschsprachigen Literatur."
(Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim)

"Im stillen Studio entstand beim allmählichen Verfertigen des Denkens beim Reden eine veritable Rhapsodie. 'Ein Sommer, der bleibt' spricht beredt, virtuos und akzentuiert von der lebendigen Erinnerung als einer Kraft, die fähig sein kann, den Beton des Jetzt zu sprengen."
(Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung)

"Ein herausragendes Projekt: Der Hörer wird Ohrenzeuge, wie ein Roman entsteht."
(Renate Naber, WDR 5 Scala)

"Sommertipp: Zunächst mal passt der Titel natürlich in diese Jahreszeit wie kein anderer. Davon abgesehen lernt man einen Georg-Büchner-Preisträger der Zukunft kennen (soviel Prophetie muss erlaubt sein); in dieser Publikation gleichzeitig als großartigen Erzähler."
(Joachim Dicks, NDR Kultur)

"Aus einem Gespräch heraus entwickelt sich mit jedem Satz und jedem weiteren Thema eine authentische Hommage, die zur Liebeserklärung an eine kleine Stadt wird und gleichzeitig schonungslos deren Verwundungen durch die Modernisierungen aufdeckt. Die CDs sind liebevoll ausgestattet und für alle Büchereien sehr zu empfehlen."
(Leoni Heister, Buchprofile - Medienempfehlungen für die Büchereiarbeit)

"Es ist Literatur in ihrer ursprünglichen, oral tradierten Überlieferungsform."
(Mitteilungsblatt der Gemeinde Laudenbach)

"Klaus Sanders Verlag hat eine neue Gattung erfunden: den frei erzählten Roman, nur auf CD. Mit Peter Kurzeck ist nun die erste, mitreißende Umsetzung gelungen. Vier CDs, die Literaturgeschichte sprechen!"
(Florian Höllerer, Stuttgarter Zeitung)

"Mit Ein Sommer, der bleibt gewinnt das Hörbuch eine neue Dimension hinzu, die eigentlich eine alte ist: die mündliche Überlieferung. Und diese hier ist grandios gelungen. Die Welt als ein Ort unerschöpflicher Geschichten, deren Reichtum darin liegt, dass sie lebendig machen. Den Erzähler und seine Zuhörer, wenn sie mögen."
(Brigitte Neumann, DeutschlandRadio Kultur)

"Es war ein lange gehegter Wunsch von Klaus Sander, das Modell der freien Erzählung auf die Literatur zu übertragen. Zusammen mit Peter Kurzeck wagte er den Versuch und die Kritiker waren begeistert: 2007 erschien mit 'Ein Sommer, der bleibt' das erste Hörbuch im wahrsten Sinne. Kurzeck liest nicht, sondern erzählt - frei, als würde er einem guten Freund gegenübersitzen und über seine Kindheit plaudern. Insgesamt besprach er vier CDs. Das sind etwa sechs Stunden, in denen der Zuhörer das Gefühl hat, in einem persönlichen Verhältnis zum Erzähler zu stehen. Kurzeck selbst war überrascht, wie gut dieses Vorhaben auf Anhieb gelang: 'Im Grunde wusste ich nicht, wo ich mich hinerzähle.' Inzwischen weiß er es: Er erzählte sich in die Herzen der Zuhörer."
(Bayern 2 Feuilleton)

"Schon seit Ende des letzten Jahres ist diese CD-Box im Handel erhältlich, und doch kann man nicht oft genug darauf hinweisen, welcher Schatz einem hier geboten wird."
(Tina Manske, satt. org)

"Ein Erzählfluss, der einen ganz eigenen Zauber entfaltet."
(hr journal)

"Vor dem Auge des Zuhörers entsteht ein so lebendiges Bild vom Dorf, den Menschen, der Nachkriegszeit und den frühen fünfziger Jahren, dass man die fast fünf Stunden am liebsten in einem Rausch weghören würde. 'Ein Sommer, der bleibt' bietet ungeheuer viele Nischen für eigene Erinnerungen, Bilder und Gedanken. Es ist eine mündliche Erzählung in betörendster Form. Ein faszinierendes Gesamtkunstwerk."
(Claudia Voigt, SPIEGEL ONLINE)

"Das Hörbuch des Jahres 2008: Dieses Meisterwerk der Erzählkunst macht das Zuhören zu einer beglückenden Offenbarung."
(hr2-Hörbuchbestenliste)

"Der große Erinnerungskünstler der deutschen Literatur erzählt mit seiner magischen Stimme sprachmächtig einen genialen Roman, den es schriftlich nicht gibt."
(Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine)

"Ein großer Genuss. Kurzeck verfertigt seinen Text beim Sprechen, lässt sich von Jahreszeiten und Orten leiten, von Geräuschen und Stimmungen. Fast fünf Stunden lang beschwört er eine Kindheit in den frühen Fünfzigerjahren auf dem Dorf, die Nachkriegszeit, die Menschen. 'Ein Sommer, der bleibt' wird Ende Januar in Wiesbaden als bestes Hörbuch des Jahres ausgezeichnet."
(Karin Großmann, Sächsische Zeitung)

"Peter Kurzeck ist gelungen, die uralte Rhapsoden-Tradition kongenial wieder aufzunehmen und mündlich von seiner Kindheit/Jugend im hessischen Örtchen Staufenberg (bei Gießen) zu erzählen. In fließendem Kammerton 59 Strophen lang, oder auch 290 Minuten auf vier CDs. Regisseur Klaus Sander hat Kurzecks Erinnerungen aus phänomenalem Gedächtnis aufgenommen und unter dem Titel Ein Sommer, der bleibt produziert."
(Wiesbadener Kurier)

"Fünf Stunden lang gespanntes Zuhören."
(Uwe K. Frohns, Evangelisch in Ratingen, Nr. 3/2009)

"Kurzecks Vermögen, sich genau zu erinnern, an Details, Farben, Gerüche, Gefühle, ist ebenso erstaunlich wie bewundernswert. Seine Stimme nimmt die verzauberten Hörer mit auf eine Zeitreise. Das jetzt schon vielfach gelobte Projekt soll auch hier gelobt werden, es ist genial."
(Der Sonntag)

"supposé sorgt mit seinem Ansinnen, dem frei gesprochenen Wort als eigener Gattung im wahrsten Sinne Gehör zu verschaffen, schon seit einigen Jahren für Aufsehen. Nun präsentiert man erstmals einen rein gesprochenen Roman - ein echtes Novum in der Literaturlandschaft. Unter dem Titel Ein Sommer, der bleibt berichtet Peter Kurzeck von seiner Flüchtlingskindheit in den 1950er Jahren - in einfachen, eindringlichen Worten, die gekonnt Stimmungen und Sinneseindrücke transportieren und eine intensive Wirkung entfalten. Es ist eine Erzählung davon, wie Glück auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist, und die gerade deshalb überzeugt, weil Kurzeck die Vergangenheit nicht verklärt - auch die weniger schönen Aspekte kommen zur Sprache, wenn sich Kurzecks Worte in den Ohren des staunenden (und zunehmend gerührten) Zuhörers zu einer lebendigen Erzählung verdichten."
(Manufactum)

"Kurzeck baut Episode für Episode das Dorf, in dem er aufwuchs in der Fantasie der Zuhörer nach - ein Meisterwerk."
(Christoph Hartner, Steirerkrone)

"Peter Kurzeck ist ein wunderbarer Erzähler der Erinnerung. In diesem Werk, das es nicht als Buch gibt, erinnert er sich minutiös an Details seiner Kindheit, an die Wandlung in dem Dorf, in dem er gelebt hat, wie es in diesem Dorf war, an jedes Detail, ich würde schon fast sagen, an jede Milchkanne. Man hat das Gefühl, die Vergangenheit wird wieder lebendig."
(Marcus Hernig, Deutschlandradio Kultur, Lesart)

"Welches audiokulturelle Potential durch die Digitalisierung freigesetzt wurde, das macht ein kleines CD-Projekt fern aller modischen (auch öffentlich-rechtlichen) Marken-Projekte deutlich. Der Schriftsteller Peter Kurzeck hat 2007 dem Verleger Klaus Sander 'das Dorf seiner Kindheit' erzählt. Es gab kein Manuskript und keinen Lesetext, es gab nur den Erzähler, das Mikrofon, den Zuhörer und die Lust am Erzählen. Es bedurfte nur einer Stimme, der modernen Technik - und des Mutes zum Risiko. Der akustische Roman Ein Sommer, der bleibt entstand einfach beim Erzählen und bringt eine verschwundene Welt auf wunderbare Weise akustisch nahe. Sogar die Authentizität glaubt man ihm. So innovativ, anregend und überraschend kann Audio sein."
(Hans-Jürgen Krug, Kleine Geschichte des Hörspiels, UVK 2008)

"Ein Hörerlebnis der besonderen Art. Peter Kurzeck erinnert sich detailreich an eine Kindheit im Nachkriegsdeutschland. In langen Gesprächen mit dem Hörspielmacher Klaus Sander entstand ein avantgardistisches Stück Literatur."
(MDR Figaro, Lesezeit)

"Es ist, als säße einer am Kamin und erzählt Kindern oder gar Enkeln, wie es einst, in den frühen fünfziger Jahren gewesen ist. Wie die Fleischwurst schmeckte und der Bücherbus kam, wie das Brausepulver prickelte und die Mutter um ein Säckchen Mehl betteln musste. Es sind Erinnerungen an eine Zeit, in der Freud und Leid Geschwister waren, und es ist ganz, ganz große Literatur."
(Guntram Lenz, Zeitungsgruppe Lahn-Dill, 5. Juni 2008)

"Sollten Sie in Ihrem Leben nur ein einziges Hörbuch hören, dann ist es dieses!!! Ein wundervolles, betörendes, sehr glücklich machendes Hörbuch!"
(Odilie Pressberger, Thalia Buchhandlung Regensburg, 7. August 2009)

"Ein Vergnügen, das an Lagerfeuer und Kaminstunden denken lässt. Ein sehr sinnliches Vergnügen, denn Peter Kurzeck erzählt sehr sinnlich, seine Episoden sind voll praller Leben und Geschichten, aber sie weisen auch immer über sich hinaus, denn er ist ein großer Menschenkenner, ein großer Zeitdiagnostiker, ein Zivilisationskritiker. Und er erzählt von einer Kindheit, die eigentlich unter sehr ärmllichen Vorzeichen stand, denn er ist ein Flüchtlingskind, die er aber trotzdem als reich und voller Möglichkeiten erlebt hat, und deshalb bekommt sie in der Erinnerung, in der Erzählung stets ganz einen besonderen Glanz, eine ganz magische Stimmung."
(Traudl Bünger, Schweizer Fernsehen Literaturclub, 9. Februar 2010)

"Ich kann mich nur anschliessen: Ein ganz, ganz wunderbares Hörerlebnis. Unglaublich beeindruckend."
(Iris Radisch, Schweizer Fernsehen Literaturclub, 9. Februar 2010)

"Ein unglaublich schönes Dokument der Erinnerung: Eine frei gesprochene, von keinem Manuskript abgelesene, vor Detailreichtum und Poesie nur so strotzende Aufführung, die den Verdacht aufkommen lässt, dass Peter Kurzeck immer das staunende Kind geblieben ist, das da sehr langsam durch die Welt gehen und alles ganz genau betrachten muss, und zwar immer wieder und immer wieder aufs Neue mit einer gewissen Fassungslosigkeit gegenüber den Dingen, die ihm begegnen. Und selbstverständlich kämpft Kurzeck mit seiner Suada auch gegen das Verschwinden an, gegen die gefräßige Zerstörungsmaschinerie der Zivilisation, in der nicht nur die Schönheit der Welt, sondern mit ihr auch die eigene Biografie und Identität zermahlen wird."
(Christoph Schröder, SPIEGEL online, 5. April 2010)

"Ein Sommer, der bleibt ist die wohl erstaunlichste und faszinierendste Neuerscheinung auf dem Hörbuchmarkt der letzten Jahre."
(Blütenleser Newsletter, 5.-11. April 2010)

"Ein echtes Hörbuch, das allen in der Nachkriegszeit Aufgewachsenen aber auch Jüngeren ein besonderes Hörerlebnis bietet. In einer Vielzahl von Episoden erzählt Kurzeck detailliert und liebevoll von Menschen, Ereignissen und Erlebnissen jener Jahre. Berührend ist die Episode, in der Kurzeck von der Freude erzählt, die er erlebt, als er beim ersten Besuch in einer Bücherei entdeckt, dass die dortigen Bücher ein Leben lang reichen würden."
(Doris von Eltz, Der Evangelische Buchberater 10/2010)

"Auf vier CDs erzählt der Schriftsteller Peter Kurzeck seine Kindheit in einem hessischen Dorf. Lauter Episoden, mal drei, mal sechs Minuten lang, die in einem wunderbaren Erzählfluss aufeinander folgen und ein Ganzes ergeben. Das, was bei Mama und Papa meistens langweilt, erblüht hier zum schlechthin bezaubernden Hörerlebnis. Peter Kurzeck wurde berühmt damit und die Box zum 'Hörbuch des Jahres' gekürt. Der naive Hörer hat den Eindruck, dass Kurzeck fünf Stunden lang in das von Sander aufgestellte Mikro hinein plauderte, ein bisschen Schnitt und das war’s. Aber so war es natürlich nicht. Wenn Sander die Entstehung schildert, weht einen die Ahnung an, welch immense Arbeit von der Konzeption bis zum fertigen Kunstwerk geleistet werden musste. Die Ausgangsfrage war: wo fängt Literatur an? Ist sie zwingend an Schriftlichkeit gebunden? Sander nennt diese Box eine 'neue Form des Romans'."
(Gisela Trahms, Culturmag, 8. Dezember 2010)

"An dieser mündlichen Chronik, die bis in die siebziger Jahre reicht, beeindruckt besonders, dass sie ein reines Erzählen perfekt inszeniert. Kurzecks Erzählkunst, seine hessisch gefärbte, melodische Stimme und die moderne Postproduktion rufen ein Zeitbild zurück, an das wir uns von tiefstem Herzen selbst dann noch erinnern, wenn wir ja gar nicht dabei waren."
(Katharina Schmitz, der Freitag, 27. Mai 2011)

"Das Besondere an den Kindheitserinnerungen des böhmischen Flüchtlingsjungen Peter Kurzeck, der in Hessen landet, ist die Form: Ohne Buchvorlage und ohne Manuskript stellt der Erzähler in frei vorgetragener und improvisierter Rede seine Geschichten vor. Nach und nach spinnen sich die einzelnen Fäden zu einem lebendigen Kunstwerk, das Kritiker und Hörer gleichermaßen begeistert."
(mein coop magazin, August 2011)

"Wer Peter Kurzeck hört, verfällt seiner Erzählweise, seinem milden, gerundeten hessisch eingefärbten Erzählton: Keine Lesung, unmittelbar gesprochen und aus der Erinnerung gestiftet, so wirkt diese Aufnahme. Ein Erzählbuch zum Hören mit geradezu magischer Beschwörung des gelebten Lebens, einer als reich erfahrenen Kindheit und des dörflichen Kosmos ohne Heimattümelei."
(Harald Pilzer, Stadtbibliothek Bielefeld, Oktober 2011)

"Prägnant, eloquent, ausufernd, doch nie langweilig, schildert Peter Kurzeck das Dorf seiner Kindheit. Nie wirkt das Erzählte aufgesetzt. Selbst an einem trüben Dezembertag entsteht beim Zuhören die Illusion, die staubige Dorfstraße vor sich zu sehen, das wogende Korn auf dem Feld und die flirrende Sommerhitze auf der Haut zu spüren. Tipp: Die schöne CD-Box eignet sich auch hervorragend als Geschenk für Eltern und Großeltern."
(Ingrid Weidner, Computerwoche, 15. Dezember 2011)

"Man möchte sie geradezu trinken, all diese wahrhaftigen Augenblicke, die sich nie zur falschen Idylle verklären. Manches ist zum Flennen schön."
(Bernd Berke, Revierpassagen, 27. Juni 2012)

"Kurzeck plaudert, räsonniert, nein: er erzählt, und das ohne Manuskript, wie ich dem Begleittext abnehmen will. Keine oral perfection, gerade deswegen herrlich zum Lauschen. Einfach zuhören!"
(Jens Langer, Deutsches Pfarrerblatt, Heft 8/2012)

"Ein Erzählwerk im emphatischen Sinne"
(Roman Bucheli, NZZ, 8. Juni 2013)

"Es ist die Liebe zur eigenen Geschichte, die Kurzeck zu einem Erzähler macht, der diese Bezeichnung wie kein Zweiter verdient. Besonders deutlich wurde das in jenem Werk, das seinen Erfolg bei einem breiteren Publikum erst ermöglicht hat, dem vierteiligen Hörbuch Ein Sommer, der bleibt von 2007. Ohne Manuskript erinnert sich Kurzeck da an seine Kindheit in Staufenberg, und aus dem bewegenden Ton dieser Erzählung entsteht eine verbale Rhapsodie."
(Andreas Platthaus, FAZ, 10. Juni 2013)

"Ein akustischer Roman, der sozusagen beim Entstehen aufgenommen wurde. Kurzecks Erzählungen entwerfen ein assoziatives, detailreiches Bild seines eigenen Lebens, und gleichzeitig erlebt man exemplarisch Zeitgeschichte mit."
(Renate Naber, WDR 5 Scala, 10. Juni 2013)

"Es ist nicht nur der Klang, die Intonation der Worte, sondern ein freies Erzählen, eine Form der Literatur, die ohne geschriebenen Text auskommt, spontan entsteht und trotzdem reflektiert und durchdacht bleibt. Und dieses Erzählen ist, wie es immer schon war in alten Zeiten, eine Kunst für sich."
(Ulrich Sonnenschein, hr2-Kultur, 10. Juni 2013)

"Ein ganz besonderes Projekt: Man ist als Hörer Zeuge der Entstehung von Literatur, die es in gedruckter Form nicht gibt."
(Spiegel online, 26. November 2013)

"Seit 2007, seit dem Erscheinen von Ein Sommer, der bleibt, hat Kurzeck endlich, endlich, endlich eine überregionale Aufmerksamkeit gefunden. Fast ist er in manchen Kreisen zu einer Art von Kultautor geworden. Den angeblich bedeutendsten Literaturpreis in Deutschland, den Büchner-Preis, hat Peter Kurzeck nie bekommen. Wenn es einmal einen Anlass gegeben hätte, den Preis posthum zu verleihen, dann jetzt."
(Christoph Schröder, DIE ZEIT, 26. November 2013)

"Kurzecks detailversessene Erinnerungen, die nie als Buch erschienen, lassen ein eigenes Universum entstehen."
(Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2013)

"So ein Erinnerungsvermögen möchte man haben."
(Ulrich Biermann, WDR 3 Resonanzen, 26. November 2013)

"Dass Kurzeck das freie Erzählen längst zur zweiten Natur geworden war, dokumentiert Ein Sommer, der bleibt: Fast fünf Stunden berichtete er aus seiner Kindheit, ohne Manuskript, im freien Fall der Erinnerung und der Rede. Nun ist die Stimme dieses genuinen Erzählers verstummt."
(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 26. November 2013)

"Die CD erwies sich als ein Medium, das den Erinnerungssound des kindlichen Staunens über die Welt erweiterte. Und zwar um die weich rollende Stimme eines älteren Mannes, dessen Wurzeln gut hörbar, doch sehr schwer verortbar in einer Art kakanischem Hessen liegen mussten. Mit dem unwiderstehlichen Singsang eines Märchenonkels, der seine Schwäche für anarchische Eskapaden pflegt, beschwört Kurzeck in Ein Sommer, der bleibt die bäuerliche Welt im hessischen Staufenberg herauf."
(Hans-Jost Weyandt, Spiegel online, 26. November 2013)

"Peter Kurzecks unablässiger innerer Monolog, wurde durch das Hörbuch in eine neue ästhetische Dimension gerückt."
(Katrin Hillgruber, Badische Zeitung, 27. November 2013)

"Man wollte dieser atemraubend präzisen Sprache einfach zuhören, wollte Kurzecks Geschichten aufnehmen, glich sie automatisch mit dem eigenen Leben und Denken ab. Kurzeck erzählt vor dem Mikrofon ohne Manuskript von seiner Kindheit in Staufenberg; der Staunen machende Bericht von höchster Erinnerungsgabe liegt nicht schriftlich vor."
(Roland Mischke, Saarbrücker Zeitung, 27. November 2013)

"Kaum ein deutschprachiger Autor hat so einen unnachahmlichen Sound, geprägt von Kurzecks singender Erzählstimme, der man das Hessische genauso anhört wie mittels der vielen rollenden Rs die böhmische Herkunft: Ein Sommer, der bleibt ist vielleicht sein schönstes Buch."
(Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 27. November 2013)

"Improvisiert und doch so ausgefeilt, dass einem die Ohren übergehen."
(Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse, 27. November 2013)

"Kurzeck war ein Erzähler, ein Genie der Mündlichkeit, von Anfang an. Und auch insofern, als er kein Ende finden konnte, er wollte ja seine ganze Lebenszeit erzählen, nicht behäbig chronologisch, sondern abschweifend und ausschweifend und in der Zeit herumhüpfend und alles mit einbeziehend, was ihm begegnete, von der 'Hütt', in der die Nachbarn und Verwandten schufteten (die Buderus-Werke in Lollar) bis zu den Geheimnissen der Igel, von den Kinderträumen bis zu den Ahnungen von Krankheit und Tod. Weil immer alles gleichzeitig da ist, die Gegenwart und das Erinnerte, der Einzelne und seine Lebensmenschen, die Heimat und die Fremde, kann man die Bücher aufschlagen wo man will und lesen und lesen. Aber noch schöner sind die CDs, alle zusammen das Herzstück des Werks und am schönsten jene, die bei supposé erschienen sind. Klaus Sander ist ein kongenialer Produzent, seine Sorgfalt, sein Enthusiasmus lassen Kurzecks Erzählkunst leuchten. Ein Sommer, der bleibt ist keine Idylle, aber ein Wunder."
(Gisela Trahms, CULTurMAG, 27. November 2013)

"Peter Kurzeck ist tot. Wer Ein Sommer, der bleibt gehört hat, wird seine Stimme und seine Erzählweise nicht vergessen."
(Telepolis, 26. November 2013)

"Was Oral History sein könnte: Die Gesellschaftspanoramen, die dieser Erzähler in Ein Sommer, der bleibt entwirft, erzählen von der Alltagsgeschichte der Bundesrepublik und bieten für jeden Zuhörer unzählige Anknüpfungspunkte."
(Diemut Roether, epd medien, Nr. 48, 29. November 2013)

"Ein ungewöhnliches und wunderbares Werk."
(Martin Bruch, Badische Zeitung, 6. Dezember 2013)

"Was für ein Erzähler! Eine meiner Lieblingsstellen ist die, wo Kurzeck die Ankunft der mobilen Leihbücherei schildert. Aus fahrtechnischen Gründen muß der Bücherbus vor seinem Halt eine enge Schleife drehen. Dem kleinen Peter ist klar, der Kringel wird aus reiner, übermütiger Freude gefahren: Hier kommt das Vergnügen!"
(Ellen Kositza, Sezession, 10. Dezember 2013)

"Peter Kurzeck erzählt seine Kindheit herbei, ein ganzes Universum. Detailversessen, berührend, wunderbar. Ende November ist der große Erzähler gestorben. Seiner Stimme kann man weiter folgen. Ein Glück."
(Martin Bruch, chilli - Das Freiburger Stadtmagazin, 19. Dezember 2013)

"Man muss ihn hören, diesen Peter Kurzeck, unbedingt."
(Hanne Kulessa, hr2 Audio, 28. Dezember 2013)

"Mein Erweckungserlebnis hatte ich 2007, da erschien nämlich Ein Sommer, der bleibt. Peter Kurzeck erzählt frei, in unglaublichen Girlanden und mit einem schier unfassbaren Erinnerungsvermögen, das ganze Dorfleben in allen Facetten, das ersteht dann vor einem und man meint dieses Dorf zu sehen, zu riechen, zu fühlen und zu schmecken. Er ist wirklich ein begnadeter Erzähler."
(Dorothee Meyer-Kahrweg, hr2 Audio, 28. Dezember 2013)

"Bis heute ist das Projekt unerreicht, ist DER Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Hörbuchs. Mehr noch: Klaus Sander und Peter Kurzeck haben eine eigene Gattung erzählter Literatur geschaffen, indem sie die uralte Faszination des mündlichen Erzählens mit der heutigen Technologie von Aufzeichnung und Schnitt verbanden."
(rbb radioeins, Die Literaturagenten, 29. Dezember 2013)

"Wer gedacht hätte, das gesprochene Wort hätte keine Heimat im deutschen Sprachraum, wird hier eines besseren belehrt. Nein, nicht belehrt, das gerade ist das falsche Wort. Kurzeck will erzählen, Zeugnis ablegen. Seine Erinnerungen sind präzise und einfühlsam. Sie ermöglichen mir, das Kopfsteinpflaster der Straßen zu spüren oder den Blick auf die Streuobstwiesen auf dem Weg zum Badeplatz an der Lahn. Das ist schön, sehr schön."
(Eric Giebel, vitabu vingi, 10. März 2015)

"Dass der 2013 verstorbene Peter Kurzeck in seinen letzten Jahren so breite Aufmerksamkeit erfuhr, verdankt sich einem Hörbuch. Auf Ein Sommer, der bleibt berichtete er von seiner Kindheit im mittelhessischen Staufenberg bei Gießen, die er in einer sudetendeutschen Flüchtlingsfamilie erlebte. Dabei ging es weniger darum, sich in der Geschichte zu verorten oder gar den Nachgeborenen Lektionen zu erteilen, als mit der Sprache möglichst genau das Dorf seiner Kindheit und sein subjektives Erleben dieser Umwelt nachzuzeichnen. Die Lebendigkeit und Präzision von Kurzecks Erzählen schufen zu Recht neue Aufmerksamkeit für sein Romanwerk, das bis dahin eher Kennern ein Begriff war."
(Stefan Höppner, literaturkritik.de, Nr. 5, Mai 2015)

"Kurzecks Erinnerungen an frühere Details, Atmosphären und Menschen, hervorsprudelnd in dem ihm eigenen musikalischen Rhythmus der Stimme, nahmen einen sofort wieder gefangen, ließen einen riechen und schmecken und teilhaben an den seinerzeitigen Begegnungen, Abenteuern und Spielen. Kaum dass seine Stimme ertönte, mussten die meisten, die ihn kannten, sofort lächeln, da seine unnachahmliche Art des Erzählens und Erinnerns sofort wieder präsent war."
(Gießener Anzeiger, 2. Juni 2015)

"Selten habe ich so etwas Gutes gehört."
(Hans-Michael "Samy" Wiltschek, Ulmer Bücherstube Jastram, 9. November 2015)

"Dieses Hörbuch bedeutete 2007 Peter Kurzecks späten Durchbruch. Für mich als Rezensent der NZZ: Ein Durchbruch des Mediums Hörbuch, ein Durchbruch und Durchstich zu verlorenen eigenen Erinnerungen: Landschaft und Leben am Fluss."
(Chris Bader, acheronta movebo, 27. Dezember 2015)

"Wenn Peter Kurzeck, als dreijähriges Flüchtlingskind in Staufenberg bei Gießen gestrandet, in seiner unverkennbar oberhessischen Sprechmelodie mit rollendem R und dialektal stimmhaften Konsonanten - B, D, S statt P, T, S - in Ein Sommer, der bleibt vom Dorf seiner Jugend erzählt, bleibt die Zeit stehen."
(Andrea Reidt, Lauschiges Lahntal. Vom Rothaargebirge bis zum Rhein, Meßkirch: Gmeiner-Verlag 2016)

"Die möglicherweise berührendste Schilderung der Gefühlslage eines Kindes in den heißen Phasen ungekämmter Freiheit... Wer's noch nicht gehört hat: Gönnen Sie sich einen Ausflug in die Seele eines kleinen Buben, der 1946 das böhmische Tachau verlassen musste und als einer von rund 600 Flüchtlingen in einer 1000-Seelen-Gemeinde Zuflucht fand. 290 Minuten klugen Erzählens stehen Ihnen bevor."
(Ute Woltron, Die Presse, 3. Juli 2016)

"Großartiges Hörbuch"
(chrismon - Das evangelische Magazin, September 2016)

"Kurzecks freies Erzählen von nur lose an eine Chronologie gebundenen Erinnerungen an sein Leben als Flüchtlingskind verliert auch bei wiederholtem Hören nichts von seiner Magie."
(Beate Tröger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. November 2016)

"Dass Kurzeck auch ein Meister des freien, assoziativen Erzählens ist, beweist noch einmal die soeben erschienene CD Für immer, die aus Aufnahmen besteht, die im April 2007 gemacht wurden und aus denen auch das unfassbar schöne Hörbuch Ein Sommer, der bleibt entstanden ist."
(Christoph Schröder, ZEIT ONLINE, 5. Januar 2017)

"Ein Sommer, der bleibt ist ein einzigartiges Hörerlebnis: Kurzeck benötigt keine schriftliche Vorlage für seine ausschweifende Erzählung. Er geht mit seiner unnachahmlichen Sprechmelodie und den manchmal märchenhaften, aber scharfsinnigen Erklärungen der deutschen Nachkriegskindheit weit über einen Zeitzeugenbericht hinaus. Die von Klaus Sander aufgenommenen Berichte stellen nicht einfach die Geschichte einer deutschen Flüchtlingsfamilie dar, Kurzeck gelingt es, das eigene Erstaunen über das Erinnerte auf die Hörerinnen und Hörer zu übertragen."
(Radio SRF 2 Kultur, 9. Juli 2017)